Chinesischer Wanda-Konzern ist neuer FIFA-Sponsor

Ein Mann mittleren Alters schaut lächelnd in die Ferne.
Der Konzern erhofft sich künftig eine Rolle bei der WM-Vergabe.

Der chinesische Großkonzern Wanda erhofft sich nach der am Freitag unterzeichneten Partnerschaft mit der FIFA eine Rolle bei künftigen WM-Vergaben. Der Konzern sei künftig besser aufgestellt, "um eine Rolle im Bieterprozess für die Vergabe großer Fußballturniere wie der Weltmeisterschaft zu spielen", ließ das Unternehmen am Montag verlautbaren.

Die Wanda-Gruppe hatte am Freitag ein bis 2030 laufendes Partnerschaftsabkommen mit dem Weltfußballverband geschlossen, das der FIFA mehrere Hundert Millionen Euro einbringen soll. China wünscht sich schon lange, eine Weltmeisterschaft auszurichten. Das ist jedoch frühestens 2030 möglich, da mit Katar bereits die WM 2022 an ein asiatisches Land vergeben wurde.

Zunehmende Investitionen im Sportsektor

Wanda gehört dem reichsten Mann Chinas, Wang Jianlin, und fiel zuletzt durch massive Investitionen in den Sportsektor auf. Die Marke " Ironman" sowie die World Triathlon Corporation gehört seit August 2015 zur Wanda-Gruppe, rund 650 Millionen Euro sollen damals geflossen sein. Dagegen nehmen sich die 45 Millionen, um die sich der Konzern im Jänner bei Atletico Madrid einkaufte, geradezu vernachlässigbar aus.

Die bisher größte Investition war jedoch der Erwerb des Schweizer Sportvermarkters Infront um eine Milliarde Euro. Kurios: Der Geschäftsführer der Wanda Sports Holding, der Sportabteilung des Wanda-Konzerns, ist Philippe Blatter, Neffe des gesperrten Ex-FIFA-Präsidenten Sepp Blatter.

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