Fredrik Gulbrandsen (li.) und die Salzburger wurden von Innsbruck ausgebremst.

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Sport Fußball
10/20/2018

Just ein Aufsteiger stoppt den Salzburger Erfolgslauf

Innsbruck holt beim Meister ein 1:1 und sorgt damit für eine Sensation.

von Stephan Blumenschein

50 Heimspiele ist Salzburg nun in Folge ungeschlagen. Trotzdem gingen mit dem enttäuschenden 1:1 gegen Aufsteiger Wacker Innsbruck zwei Erfolgsserien zu Ende: Es war der erste Punkteverlust nach zehn Bundesliga-Saisonsiegen und der erste Punkteverlust im 14. Bundesliga-Heimspiel im Jahr 2018.

Salzburg-Trainer Rose konnte auf den angeschlagenen Schlager zurückgreifen. Der 21-Jährige übernahm die rechte Mittelfeldposition im 4-3-3-System, das erneut gegen ein Team mit Fünferkette getestet wurde – allerdings sehr situativ.

Geschickte Gäste

Der Tabellenführer variierte extrem mit den Grundordnungen. Dazu wurden die Salzburger aber auch von den Innsbruckern gezwungen. Der Aufsteiger verteidigte die Räume in der eigenen Spielhälfte äußerst geschickt.

Und es hätte noch schwerer für die Salzburger werden können. Denn Wacker wäre fast mit dem ersten gefährlichen Angriff in Führung gegangen. Der freistehende Schimpelsberger traf allerdings das Tor nicht (10.).

Salzburg hatte zwar praktisch immer den Ball, hatte auch Eckbälle in Serie (elf vor der Pause), brauchte aber lange, um eine ähnlich große Chance vorzufinden: Schlager traf nach einem Ulmer-Stanglpass den Ball nicht richtig (27.).

Wer nach der Pause einen Sturmlauf des Serienmeisters erwartet hatte, wurde enttäuscht. Im Gegenteil: Das Spiel war nun eine durchaus offene Angelegenheit, weil den Salzburgern im Kombinationsspiel ungewohnte Fehler unterliefen.

Und wieder waren die Gäste als erstes Team torgefährlich: Der schlecht positionierte Stankovic wäre fast von Dedic mit einem Heber aus großer Distanz überrascht worden (61.).

Glückstor

Dass Salzburg in Führung gehen konnte, war eher ein Zufallsprodukt: Ein Schuss von Junuzovic war von Wacker-Abwehrchef Maak unglücklich abgefälscht worden (71.). Aber das 1:0 hielt nur ein paar Sekunden: Dieng war der Salzburger Abwehr enteilt und ließ Stankovic keine Chance (73.).

Nach dem 1:1 geriet der Aufsteiger erstmals in der Partie wirklich unter Druck. Weil Dabbur aber den Matchball ausließ, konnten die Innsbrucker einen Punkt holen, der durchaus verdient war.

"Es war das erwartete Spiel. Wir haben gewusst, dass wir Chancen vorfinden werden. Eine haben wir genutzt. Das hat für den Punkt gereicht", meinte Wacker-Coach Karl Daxbacher.