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22.04.2018

4:1 - Rapid siegt, auch für den Trainer

Mit einer starken Leistung gegen die Admira machen die Rapidler Werbung für die Verlängerung ihres Trainers Goran Djuricin.

Der Charaktertest ist bestanden: Nach dem bitteren Cup-Aus in Graz zeigte Rapid gegen die Admira eine formidable Leistung. Nach dem 4:1 ist die Europacup-Qualifikation fixiert, die Vertragsverlängerung von Goran Djuricin wird es wohl bald sein. Der Rapid-Trainer ist demütig genug, bei den in den nächsten Tagen startenden Verhandlungen keine großen Forderungen zu stellen.

„Die fünf Siege in den letzten fünf Ligaspielen sind gute Argumente. Ich freue mich auf das Gespräch mit Rapid“, erklärt Djuricin.

Die Partie begann mit furiosen zehn Minuten. Der in die Startelf rotierte Giorgi Kvilitaia erkämpfte den Ball, der überragende Stefan Schwab zog ab, Andreas Leitner hielt (7.). Eine Minute später wäre der Admira-Tormann  nur Zuschauer gewesen, doch  Louis Schaub köpfelte eine perfekte Bolingoli-Flanke vom Fünfer drüber.

Rückhalt Strebinger

Auf der Gegenseite kamen Patrick Schmidt und beim Abpraller Max Sax ins Eins-gegen-Eins mit Richard Strebinger. Der Rapid-Tormann bewies seine starke Form doppelt (9.). Es sollte die einzige Möglichkeit für die in einem mutigen 4-4-2 angetretenen Südstädter für sehr lange Zeit bleiben.

Leitner sorgte mit einer Parade bei einem Kvilitaia-Kopfball für das den Rapidlern besonders bekannte Geräusch, wenn der Ball an die Stange klatscht (28.). Sollte klare Überlegenheit bei Sommer-Temperaturen wieder einmal in einer kalten Dusche enden? Nein, denn in Minute 39 fiel ein für das Jahr unter Djuricin typisches Tor: Dejan Ljubicic sorgte gegen Marin Jakolis für den Ballgewinn, Schwab spielte den öffnenden Pass und Thomas Murg vollendete gekonnt – 1:0.

Rapid hat damit seit einem Jahr in jedem Heimspiel getroffen. Gleich darauf musste der angeschlagen eingelaufene Boli Bolingoli mit einer Verletzung im Sprunggelenk raus, Stephan Auer kam für links hinten.

Schaub vergab im Konter noch eine Top-Chance, ehe es Murg besser machte: Wieder legte Schwab den Turbo ein, Schaub spielte auf den Steirer und der zeigte mit einer präzisen Direktabnahme ins Eck, warum es die Saison seines (bisherigen) Lebens ist – 2:0 (45.+1).

Auf ein Tor gespielt

Rapid wollte den fünften Liga-Sieg in Folge schnell sichern. Schaub vergab nach Berisha-Flanke wieder freistehend per Kopf. Nach Murg-Vorlage zeichnete sich Leitner gegen Kvilitaia aus (50.). Nach einem Weitschuss von Manuel Thurnwald war es dann so weit, Markus Wostry fälschte beim Premierentor des 19-Jährigen unhaltbar ab (62.).

Es folgten die Einwechslung von Steffen Hofmann - und zwei Tore, die so nicht hätten fallen dürfen. Ein Eckball, der keiner war, wurde von Ehrenkapitän  Hofmann auf die Stirn von Kapitän Stefan Schwab platziert  (79.). Und zwei Minuten später schoss Admira-Joker Marco Hausjell aus Abseitsposition das Ehrentor.

„Unser Saisonziel ist von Anfang an der dritte Platz. Aber wenn wir am Sonntag in Graz gewinnen, wäre auch Platz zwei noch drinnen“, rechnet Matchwinner Murg bei nur noch fünf Punkten Rückstand auf Sturm.