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22.04.2018

Salzburg macht Riesenschritt Richtung Titelverteidigung

Der Tabellenführer hat nach dem 3:1-Heimsieg gegen Altach nun schon elf Punkte Vorsprung auf Verfolger Sturm.

Salzburg kann schon am nächsten Sonntag den fünften Meistertitel in Serie fixieren. Sollte Sturm am Nachmittag nicht gegen Rapid gewinnen, dann ist am Abend mit einem Salzburger Auswärtssieg bei Schlusslicht SKN St. Pölten der Titelkampf auch in der Theorie entschieden. Praktisch ist er das nach dem 3:1-Heimsieg gegen Altach schon. Salzburg liegt fünf Runden vor Schluss nun elf Punkte vor dem letzten Verfolger aus Graz.

Salzburger Dauer-Ballbesitz

Trainer Rose hatte auf das dichte Programm natürlich reagiert – am Donnerstag wartet ja schon das Hinspiel im Europa-League-Semifinale in Marseille. Sieben Stammkräfte wurden geschont. Von jenen Spielern, die am Mittwoch beim Cup-Krimi in Mattersburg in der Startelf standen, waren mit Ulmer, Wolf und Minamino nur drei dabei. Die 120 Minuten durchgespielt hatte nur der Japaner.

Im Cup-Halbfinale war den Salzburgern anders als zuletzt in der Bundesliga beim 6:2-Kantersieg gegen die Admira kein schnelles Tor gelungen. Dementsprechend zäh war die Angelegenheit aus Salzburger Sicht. Gegen Altach fiel hingegen bereits aus der ersten Chance das 1:0.

7. Minute: Nach einem Freistoß von Yabo  konnte  Onguéné Netzer überspringen und einköpfeln. Es war das dritte Saisontor der Stuttgart-Leihgabe, bei dem die Zeichen im Sommer momentan eher auf Abschied stehen.

Für Altach war der frühe Rückstand aber kein Grund, die defensive Grundeinstellung aufzugeben. Salzburg hatte praktisch immer den Ball. Dabbur (23.) und Mwepu (26.) kamen dem 2:0 durchaus nahe.

Kurz nach dem Weitschuss des Mittelfeldspielers aus Sambia musste Altach den Tormann wechseln: Für Kobras, der einen Stich in der Wade verspürt hatte, kam Lukse auf das Feld. Für den Wiener mit Rapid-Vergangenheit, der mit einer Schulterverletzung monatelang gefehlt hatte, war es das Saisondebüt.

Kurz vor der Pause konnte sich Lukse noch in einem Eins-zu-Eins-Duell gegen Minamino behaupten, kurz nach der Pause war er chancenlos: Wolf nützte einen schlampigen  Rückpass von  Lienhart aus. Für den seit  Montag 19-Jährigen war es bereits  das dritte  Saisontor gegen die Vorarlberger. 

Ungefährdeter Sieg

Nach einer Stunde ließ dann der für Minamino eingewechselte Hwang fahrlässig die Chance auf die Entscheidung aus, im Gegenzug verwertete der Ex-Salzburger Meilinger hingegen die erste Altacher Chance.

Salzburgs 21. Sieg im 31. Bundesligaspiel stand wieder auf der Kippe, auch weil Hwang und Dabbur weitere Großchancen ausließen. Beide scheiterten an Lukse. In Gefahr war der Erfolg allerdings nie. Die Altacher hatten  keine einzige Ausgleichschance. Der Tabellenführer stellte sogar noch auf 3:1: Ulmer bezwang mit dem letzten Schuss des Spiels den bis dahin überragenden Altach-Keeper.