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Sport Fußball
05/15/2021

Bei St. Pöltens Gastspiel bei der Austria werden Tickets vergeben

Die Wiener können sich für das Europacup-Play-off qualifizieren, die Niederösterreicher fix Letzter bleiben.

Die Wiener Austria sieht das mögliche Etappenziel, St. Pölten den winzigen Strohhalm. Mit einem Heimsieg des Favoriten am Samstag (17.00 Uhr) in der vorletzten Runde würde doppelte Gewissheit herrschen: Die Austria zöge als zumindest Zweiter der Qualifikationsgruppe in der Fußball-Bundesliga fix ins Liga-Play-off ein, wo das letzte Ticket für die internationale Bühne vergeben wird. St. Pölten hingegen stünde gleichzeitig als Letzter der Saison 2020/21 fest.

„Es geht für uns darum, eine Leistung wie gegen Hartberg abzuliefern und unsere Position zu verteidigen“, umriss Austria-Trainer Peter Stöger die Ausgangslage. „St. Pölten muss das Spiel gewinnen, wir wollen das Spiel gewinnen.“ Seine Einschätzung: „Es wird nicht wahnsinnig viel auf Abwarten sein.“ Und: „Es wird ein Kampf auf Biegen und Brechen.“ Die Austria ist vier Heimspiele ungeschlagen, genauso lange ist St. Pölten am Verteilerkreis auch unbesiegt.

Mit dem 3:1 gegen die nun punktegleichen Hartberger haben sich die Veilchen in eine angenehme Position gesiegt. Die Play-off-Teilnahme ist aktuell durch vier Punkte abgesichert. Stöger: „Wir haben es in der eigenen Hand, und die Voraussetzungen für die nächsten zwei Spiele sind sehr gut.“ Zum Abschluss gastiert die Austria beim Verfolger Ried. Am 24. Mai dann trifft der Erste der Quali-Gruppe auf den Zweiten, ehe es in Hin- und Rückspiel (27. bzw. 30. Mai) gegen den Fünften der Meistergruppe geht.

Personalstand

Herausfordernd bleibt für Stöger das Kader-Management. Unverändert sind „einige Spieler“ angeschlagen. Bei Pichler, Wimmer und Ebner gab der Trainer Freitagmittag namentlich zwar leichte, aber keine finale Entwarnung. „Es ist etwas, mit dem wir in den letzten Wochen auch gelernt haben zu leben. Das ist jetzt nicht der Lieblingsprozess von einem Trainer, aber in Zeiten wie diesen musst du damit fertig werden.“

St. Pöltens 3:3 gegen Altach wurde analysiert, die Handschrift von Trainer-Rückkehrer Gerald Baumgartner war für Stöger leserlich. „Sie waren nach vorne wieder gefährlich, wie man sie im Herbst schon gesehen hat.“ Jedoch gaben die Niederösterreicher eine 3:1-Führung aus der Hand. Stöger vermutete deshalb: „Der psychologische Faktor in St. Pölten ist wahrscheinlich nicht so wahnsinnig positiv. Man muss schauen, wie sich das auf die Mannschaft auswirkt.“

Baumgartner deutete den verpassten Sieg als leistungstechnisches Lebenszeichen um. Bei fünf Punkten Rückstand ist das rettende Ufer fern, aber sichtbar. Oder wie Baumgartner sagte: „An den kleinen Strohhalm werden wir uns klammern, solange es möglich ist.“ Nach der Austria kommt Hartberg, St. Pölten beschäftigt sich notgedrungen mit Abstiegsszenarien. Baumgartner: „Wir wissen, was uns bevorstehen könnte.“

Er muss derzeit vieles im Konjunktiv formulieren. Die Relegation ist wahrscheinlich, aber nicht fix. Punktet aus dem 2. Liga-Spitzenduo Liefering und BW Linz ein Team in den verbleibenden zwei Runden nicht mehr, könnten Innsbruck oder Klagenfurt mit dem Punktemaximum auf einen direkten Aufstiegsplatz vorstoßen. Und das Worst-Case-Szenario für den Bundesliga-Letzten namens Direktabstieg wahr machen. Dazu meinte Baumgartner: „Wir denken jetzt mal positiv und wollen unsere eigenen Hausaufgaben erledigen. Dazu gehört ein Sieg gegen die Austria.“

Im Spiel der vorerst letzten Chance gegen seinen Ex-Club muss Baumgartner die notwendige Balance finden. „Wir wollen aktiv sein, wir sind das Team, das die Tore schießen muss, aber dafür haben wir 90 Minuten Zeit. Die Restverteidigung muss hellwach sein.“ Mit Steinwender, Luan, Blauensteiner und möglicherweise auch Muhamedbegovic steht eine potenzielle Vierer-Abwehrkette verletzungsbedingt nicht parat. Mit Davies (Oberschenkel) fehlt neu auch eine Offensivoption.

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