Ballon d'Or: Messi sticht Lewandowski aus und gewinnt

The Ballon d'Or awards
Der Argentinier ist zum siebenten Mal zum besten Fußballer des Jahres gewählt worden. Cristiano Ronaldo kritisierte den Veranstalter hingegen scharf.

Große Enttäuschung für Robert Lewandowski: Nicht der Torjäger des FC Bayern München, sondern der argentinische Superstar Lionel Messi wurde am Montag in Paris mit dem prestigeträchtigen Ballon d'Or für das Jahr 2021 ausgezeichnet. Der Bundesliga-Torschützenkönig musste sich bei der von der französischen Fachzeitung France Football durchgeführten Wahl mit dem zweiten Platz begnügen. Messi, der im Sommer Argentinien erstmals seit 28 Jahren zum Gewinn der Copa America geführt hatte, erhielt den Goldenen Ball bereits zum siebten Mal in seiner Karriere.

Der Ballon d'Or ist kein Ersatz für die Weltfußballer-Wahl. Diese Wahl wird weiterhin vom Weltverband FIFA veranstaltet, die Kür erfolgt am 17. Januar 2022. Für das Jahr 2020 wurde Lewandowski erstmals als Weltfußballer gekürt. Der Ballon d'Or wurde dagegen im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht vergeben. Von 2010 bis 2015 wurde der Weltfußballer durch eine Kooperation der FIFA und France Football mit dem Goldenen Ball ausgezeichnet.

Trost für Lewandowski

Damit bleibt Lewandowski die begehrte Trophäe weiter verwehrt. Dabei hatte der 33-Jährige nach der Triple-Saison 2020 auch in diesem Jahr wieder Bestmarken aufgestellt. So übertraf Lewandowski in der Bundesliga den als ewig geltenden Torrekord von Gerd Müller mit 41 Treffern. In der laufenden Spielzeit steht der Pole schon wieder bei 25 Treffern in 20 Pflichtspielen für den FC Bayern. Zusammen mit Sébastien Haller von Ajax Amsterdam führt er die Torschützenliste der Champions League an. Messi hatte dagegen auf Vereinsebene mit dem FC Barcelona und ab Sommer mit Paris Saint-Germain ein eher bescheidenes Jahr.

"Es ist eine Ehre, mit Dir hier zu sein. Du hast Rekorde gebrochen, und hättest es auch verdient gehabt, den Ballon d'Or zu gewinnen", hatte Messi zumindest aufmunternde Worte für Lewandowski parat. Dieser durfte zuvor trotzdem noch auf die Bühne und wurde in einer neu eingeführten Auszeichnung als bester Torschütze des Jahres geehrt, was aber eher eine Art Trostpreis war. Als bester Tormann wurde Europameister Gianluigi Donnarumma gewählt, die "Trophee Kopa" für den besten Nachwuchsspieler gewann der Spanier Pedri vom FC Barcelona. Bei den Frauen ging der Goldene Ball an die Spanierin Alexia Putellas.

The Ballon d'Or awards

Nur auf Platz sechs landete Cristiano Ronaldo. Der blieb der Zeremonie in Paris gar fern und kritisierte den Veranstalter scharf. "Pascal Ferré hat gelogen, er hat meinen Namen benutzt, um für sich selbst zu werben und für die Zeitung, für die er arbeitet", schrieb Ronaldo auf Instagram. Damit ging er auf Äußerungen des Chefredakteurs von France Football ein, der behauptet hatte, dass Ronaldos größtes Ziel sei, seine Karriere mit mehr Goldenen Bällen als sein Dauerrivale Lionel Messi zu beenden. "Es ist inakzeptabel, dass die Person, die für die Verleihung eines so prestigeträchtigen Preises verantwortlich ist, auf diese Weise lügt, in absoluter Respektlosigkeit gegenüber jemandem, der France Football und den Ballon d'Or immer respektiert hat", ergänzte Ronaldo. Der Portugiese hat in seiner Karriere fünfmal die vom französischen Fachmagazin veranstaltete Auszeichnung gewonnen. Damit liegt er knapp hinter Messi.

Ronaldo war am Montag bei der Gala in Paris nicht vor Ort. Er widersprach dabei, dass der Grund eine Quarantäne sei. Sein Fokus sei bereits auf das nächste Spiel mit Manchester United gerichtet. Das neue Team von Trainer Ralf Rangnick trifft am Donnerstag auf den FC Arsenal.

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