Fußball, Austria Wien - Hartberg

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Sport Fußball
12/15/2020

Austria kämpft weiter: "Stöger ist ein Geschenk für die Jungen"

Benedikt Pichler lobt Trainer Stöger und die herbe interne Kritik. Die Veilchen suchen weiter nach dem Weg aus der Krise.

von Alexander Strecha

Und wöchentlich grüßt bei der Austria das Murmeltier. "Derzeit ist es wirklich nicht einfach. Wir sind in einer Phase, wo uns von allein nichts zukommt", meint Youngster Benedikt Pichler. Die Austria nimmt sich etwas vor, trainiert es, setzt es aber nicht gut genug um. Woche für Woche.

"Wir arbeiten jede Woche hart, haben viele junge Spieler, man sieht bei jedem, dass er weiterkommen will, kann keinem den Willen absprechen", so Pichler beim TV-Sender Sky. "Es ist schwierig nach jedem Spiel heimzufahren und sich die Frage zu stellen, woran es gelegen hat."

So geht es nicht nur den jungen, sondern auch den routinierten Spielern. Einem wie Alexander Grünwald. "Wenn du solche Spiele wie beim WAC gewinnen willst, dann musst du eine bessere Quote haben und die Chancen reinhauen, die da waren. Wir müssen uns einfach belohnen.“

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"Das ist schlecht"

Torhüter Patrick Pentz, seit Wochen in bestechender Form, sieht von hinten zu, wie die Spiele verloren werden. „Wir müssen uns an der eigenen Nase nehmen und extrem kritisch mit uns sein, denn so kann es nicht weitergehen. Wir wissen, dass die Austria nach oben gehört und da sind wir aktuell nicht. Das ist schlecht.“

Pichler sieht jedenfalls nicht das Problem im Mannschaftsgefüge: "Ich finde unseren Teamspirit in Ordnung, es liegt an jedem von uns, dass er bei sich selbst anpackt und dafür kämpft, dass wir wieder in die Spur finden.“

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Routinier Markus Suttner betrachtet die Lage aus einer etwas anderen Perspektive, übte zuletzt heftige Kritik an seinen Kollegen. Die konnten damit umgehen, wie Pichler aus der Kabine plaudert. "Ich finde sowas eigentlich cool, dass einer das sagt, was er sich denkt, ohne Angst davor zu haben, dass der eine oder andere die Augen verdreht. Ich habe das nicht persönlich aufgenommen, ich mache mir genug Gedanken, was ich besser machen kann." Bleibt zu hoffen, dass alle mit Kritik so umgehen.

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Stöger gibt Zeit

Spieler wie Pichler wissen zu schätzen, dass in dieser schweren Phase der Trainer Peter Stöger heißt. „Es ist ein Riesenunterschied, weil man weiß, was er schon erreicht hat, was er für ein Persönlichkeit ist. Es ist ein Geschenk für jeden jungen Spieler, dass er uns jetzt trainiert und eine Riesenchance für jeden von uns. Er ist ein perfekter Trainer für jeden jungen Spieler in dieser Phase."

Stöger selbst weiß, dass jeder andere Trainer in der aktuellen Lage schon heftig unter Druck geraten würde und seine schützende Hand von der Mannschaft nehmen könnte. "Diesbezüglich ist es ein Vorteil, dass sie in der Phase mich als Trainer haben, weil ich ihnen etwas mehr Zeit gebe." Doch die Zeit läuft, will man noch ernsthaft um die Meistergruppe mitspielen.

Vielleicht aber sollte die Klubführung ihren Anspruch ein wenig revidieren. In allen Bereichen.

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