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Fußball
02/23/2019

Austria-Krise: "Der Druck ist riesengroß"

Die Austria dribbelt sich in die Krise. Nach der Niederlage beim LASK gab es wieder Gespräche.

von Alexander Strecha

Zwar schien die Sonne, aber es wehte ein eisiger Wind über den Verteilerkreis in Favoriten am Samstagvormittag. Immer kälter wird es derzeit für die Austria nach zwei Niederlagen im Frühjahr. Nach dem 0:2 beim LASK sprachen Trainer Thomas Letsch und Sportdirektor Ralf Muhr abermals zur Mannschaft. Dem violetten Diskussionszirkel sollten spätestens beim Heimspiel gegen Hartberg endlich Taten folgen.

"Wir haben den Start ins Frühjahr mörderisch in den Sand gesetzt", gibt Muhr zu. "Und uns in eine brenzlige Situation gebracht, das ist allen Beteiligten klar." Die Fans forderten in Pasching schon den Rauswurf des Trainers, gelingen gegen Hartberg nicht die dringend benötigten drei Punkte, dann beginnt wohl der violette Mechanismus wieder zu greifen, wackelt einmal mehr der Trainersessel.

Goalie Pentz (re.) ist kein Vorwurf zu machen, er vereitelte sogar noch weitere LASK-Tore.

Kapitän Klein hatte beide Beine voll zu tun, konnte nach vorne keine Akzente setzen.

Abwehrchef Madl versuchte ín der Not zu ordnen, was ihm teilweise auch gelang.

Igor blieb ohne groben Schnitzer, vor dem 0:1 fehlte ihm beim Kopfballversuch das Augenmaß.

Martschinko gab sein Liga-Comeback von Beginn an und leitete die Austria-Niederlage mit einem schweren Fehler vor dem 0:1 ein.

Sax begann bemüht und motiviert. Doch der techniker konnte seine Fähigkeiten nur in wenigen Ansätzen ausspielen. Viel zu wenig, um etwas zu bewegen.

Jeggo rackerte im zentralen Mittelfeld, brachte aber bestenfalls eine durchschnittliche Leistung. Sein australisches Gegenüber James Holland stellte ihn in den Schatten.

Matic enttäuschte abermals, war im Zentrum ein Totalausfall. Der Führungsspieler wird viel zu selten dieser Rolle auch gerecht.

Youngster Sarkaria durfte von Beginn an mitwirken, war aber mit der Aufgabe - wie seine Kollegen - vor allem in der ersten Hälfte überfordert. Ihm ist der geringste Vorwurf zu machen.

Edomwonyi kam als Stürmer nicht zur Geltung. Kein Torschuss, keine Aktion, die in Erinnerung blieb.

Sein Liga-Debüt hätte sich Sterling Yateke wohl anders, mit mehr Offensiv-Aktionen vorgestellt. Blieb wie Kollege Edomwonyi harmlos.

Muhr weiß um die Bedeutung des kommenden Spiels: "Ich weiß gar nicht, wie die Steigerung von Pflichtsieg lautet. Der Druck ist jetzt riesengroß, wir müssen dennoch ein positives Ergebnis liefern." Der LASK hat den Wienern jedenfalls in allen Belangen die Grenzen aufgzeigt, "sie haben uns ihr Spiel aufgezwungen." Der Blick ist bei der Austria nach vorne gerichtet, wie von allen Seiten hervor gehoben wird. Schweift dieser weiter in die Ferne, dann scheint das Saisonziel Europacup-Platz unrealistisch. "Wenn wir so spielen, dann wird der Europacup nicht möglich sein."

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