Konkursverfahren: Traditionsklub ist pleite, kämpft aber noch gegen Aus
Triste Zeiten bei Austria Klagenfurt
Die Zeiten bei Zweitligist Austria Klagenfurt sind mehr als turbulent. Nun wurde bekannt, dass am Landesgericht Klagenfurt die „Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der SK Austria GmbH“, ebenso wie über das Vermögen des Vereins SK Austria Klagenfurt eröffnet wurde. Dabei handelt es sich um ein Konkursverfahren.
In beiden Fällen sei die Höhe der Passiva derzeit noch nicht bekannt. Von der Insolvenz der GmbH seien 34 Dienstnehmer betroffen und von der des Vereins acht.
Nach Stripfing droht der Bundesliga also noch ein Verein, der vorzeitig aus der Tabelle der 2. Liga genommen werden muss. Die erste Gläubigerversammlung soll am 31. März stattfinden.
Doch erneut werden die Probleme kleingeredet. Hauptgesellschafter Zeljko Karajica kündigt einen Rekurs an, „weil wir zahlungsfähig sind“. Man habe Mittel in „Millionenhöhe“ nachgewiesen. Deswegen würde der Spielbetrieb fortgesetzt werden.
Kaltenegger mischt wieder mit
Gold-Händler Helmut Kaltenegger soll nach dem Intermezzo rund um den Abstieg als Hauptsponsor zurückkehren. Karajica meint, dass „nur“ die Zeit fehlte: „Bis die Verträge so weit sind, die Aufteilung der Gesellschaftsanteile geregelt sind und Sponsorabsicherungen feststehen, hat es länger gedauert. Uns haben vielleicht ein paar Tage gefehlt.“
Sollte das Konkursverfahren rechtsgültig werden, müsste Klagenfurt absteigen.
Kurios: FAC wäre dann Tabellenführer
Sollte der Konkursverwalter den Spielbetrieb davor einstellen, würden sämtliche Ergebnisse der Austria annulliert werden.
Das hätte die kuriose Folge, dass der FAC in der Tabelle von Rang fünf auf Platz eins springen würde. Die Wiener haben ihr Match gegen Klagenfurt verloren, die vor ihnen platzierten Austria Lustenau, Admira, Amstetten und St. Pölten holten gegen den finanzmaroden Verein allesamt Siege.
Die Lizenz für das laufende Spieljahr erhielt die Klagenfurter Austria im April des Vorjahres erst in zweiter Instanz, außerdem musste man aufgrund des verspätet eingereichten Konzernabschlusses mit drei Punkten Abzug in die aktuelle Saison starten. Damit setzt sich eine Tradition in Klagenfurt fort: 2008 ging der FC Kärnten, 2010 Austria Kärnten in Konkurs
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