Sport | Fußball
08.11.2018

Austria gedachte der Opfer und ihrer Wurzeln

Die Wiener Austria gedachte am Judenplatz in Wien der Opfer der Verfolgung in der Zeit des NS-Regimes.

"Die Verfolgung hatte auch für die Wiener Austria damals große Auswirkungen." Neben Austria-Vorstand Markus Kraetschmer war auch die gesamte Mannschaft der Violetten samt Trainerteam in den ersten Wiener Gemeindebezirk gekommen, um ein Zeichen des Gedenkens zu setzen. Für die Legionäre wurde sogar simultan gedolmetscht ins Englische und ins Portugiesische. Der Austria-Führung war es besonders wichtig, dass auch die ausländischen Spieler um die jüdische Geschichte des Vereins wissen.

 

Beim Mahnmal auf dem Judenplatz legte man einen Kranz nieder, davor einen Austria-Schal. "Die jüdische Geschichte ist nicht nur für Wien, sondern auch für die Austria wichtig", fuhr Kraetschmer fort. Denn der Klub besaß seit jeher jüdische Wurzeln. Präsident Emanuel Schwarz musste wie andere Funktionäre ins Exil fliehen, das NS-Regime setzte mit Hermann Haldenwang kurzerhand einen neuen Klub-Präsidenten ein. "Es ist uns wichtig, dass jeder Spieler, der für unseren Klub spielt, alles versteht. Daher sehen wir es als unsere Aufgabe, uns zum Gedenken Zeit zu nehmen und dieses Gedenken weiter zu tragen", so Kraetschmer.

In zwei Wochen präsentiert die Austria zu diesem Thema ein neues Buch.