Nach dem 1:1 in Wien gab es zwischen Zlatan Ibrahimovic (li.) und Aleksandar Dragovic ein freundliches Handshake.

© REUTERS/LEONHARD FOEGER

Nationalteam
09/10/2014

Dragovic: "Entscheidend ist die Entschlossenheit"

Aleksandar Dragovic erklärt nach dem 1:1 gegen Schweden, wie er Zlatan Ibrahimovic entschärfte.

von Andreas Heidenreich

Aleksandar Dragovic war einer der besten Österreicher beim 1:1 gegen die Schweden zum Auftakt der EM-Qualifikation am Montag. Gegen Weltstar Ibrahimovic machte der 23-jährige Wiener gute Figur, auch beim Leiberltausch nach dem Spiel.

KURIER: Wie passt Ihnen das Trikot von Zlatan Ibrahimovic?
Aleksandar Dragovic:
Ich hab’s noch nicht probiert, aber es wird sicher eingerahmt und aufgehängt. Ibrahimovic war immer ein Idol, er steht auf einer Stufe mit Ronaldo und Messi und ich bin stolz, dass ich ein Trikot von ihm habe. Er ist ein richtiger Mann, geil, gegen ihn zu spielen.

Selbst wenn Sie nicht zum ersten Mal gegen ihn gespielt haben, ist er Ihr härtester Gegenspieler bisher?
Ja, er ist ein ganz spezieller Fußballer. Es ist wahnsinnig schwierig gegen ihn in der Luft oder wenn er den Ball abdeckt. Da kommt man einfach nicht hin. Dass er 50 Länderspieltore erzielt hat in dieser Mannschaft, die bei Weitem kein Weltklasseteam ist, sagt alles.

Wie ist es Ihnen gelungen, ihn so aus dem Spiel zu nehmen?
Dafür waren viele verantwortlich. Außer dem Tor und dem Lattenschuss haben wir nichts zugelassen. Das Defensivverhalten der ganzen Mannschaft war sehr gut. Ein starkes Kollektiv, in dem trotzdem einer für mich überragend war.

Wer denn?
Baumgartlinger. Er war der Schlüssel. Ein Wahnsinn, wie viel dieser Mensch laufen kann. Aber er hat auch viele Zweikämpfe und Kopfbälle gewonnen und war für uns Innenverteidiger immer anspielbar. Und er hat immer den Ball gefordert.

Wie helfen Sie sich bei Kopfbällen gegen Ibrahimovic, der acht Zentimeter größer ist als Sie?
Entscheidend ist die Entschlossenheit. Wenn ich mit voller Entschlossenheit in den Kopfball hineingehe, dann gewinne ich ihn auch, obwohl ich nachher oft gar nicht weiß, wie ich es gemacht habe. Und man darf keine Angst haben. Er ist ja auch nur ein Mensch.

Auch Ihr Nebenmann Martin Hinteregger hat sich sehr gut angestellt gegen ihn.
Das stimmt. Wir nennen ihn "Jäger", weil er so ruhig und leise ist, dann aber zuschlägt. Speziell in der zweiten Hälfte hat er im Spielaufbau hervorragende Pässe gespielt. Wir ergänzen einander gut.

Welche Gefühle überwiegen bei Ihnen am Tag nach dem 1:1?
Wären wir mit dem Punkt zufrieden, wären wir fehl am Platz.

Was muss besser werden, außer der Chancenauswertung?
Ich glaub’, nicht viel. Es kann keiner erwarten, dass wir Schweden 90 Minuten lang an die Wand spielen. Damit wir uns für den hohen Aufwand, den wir mit unserer Spielweise betreiben, auch belohnen, muss sich jeder beim Verein individuell weiterentwickeln.

Welche Auswirkungen hat das Remis auf die Chancen in dieser Qualifikationsgruppe?
Russland, Schweden, Montenegro und wir werden einander noch gegenseitig Punkte wegnehmen. Deshalb ist alles möglich. Auch der Gruppensieg.

KURIER-Noten für die Teamspieler

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