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Sport Fußball
03/04/2020

100 Tage vor der EM: Ein Fußballfest mit Stimmungskillern

Am 12. Juni beginnt in Rom die umstrittene Fußball-EM: Coronavirus, weite Flug-Strecken und die Sicherheit sind Sorgenkinder.

von Günther Pavlovics

Die Entscheidung, die zweite EM mit 24 Teilnehmern in ganz Europa auszutragen, war sehr ambitioniert. Im Sommer wird es acht Jahre her sein, dass der damalige UEFA-Boss Michel Platini diese Idee erstmals geäußert hat. Es dürfte wohl auch eine Reaktion darauf gewesen sein, dass es zu diesem Zeitpunkt nur die Türkei als Bewerber gegeben hat. Der KURIER hat die wichtigsten Zahlen 100 Tage vor der Europameisterschaft.

Angesichts der politischen Entwicklungen in der Türkei war die Entscheidung im Nachhinein wohl keine schlechte. Allerdings steht die EM der extrem weiten Wege im neuen Klimabewusstsein nicht so gut da. Und dass mit dem Coronavirus ein möglicher Spielverderber auftaucht, konnte damals schon gar keiner wissen. Beim UEFA-Kongress war eine Absage aber kein Thema.

20

der 24 Teilnehmer stehen erst fest. Neben Österreich sind dies nach der EM-Qualifikation: Belgien, Italien, Polen, Russland, die Ukraine, Spanien, England, Frankreich, Tschechien, die Türkei, Finnland, Schweden, Deutschland, Kroatien, die Niederlande, Portugal, Dänemark, die Schweiz und Wales.

37.000

Menschen bewarben sich als freiwillige Helfer – 12.000 werden gebraucht. Es handelt sich dabei um Menschen aus 159 Ländern weltweit. 88 Prozent kommen aus den Ländern, in denen die EM-Spiele stattfinden. Mit 18 Prozent der Bewerbungen ist der beliebteste Veranstaltungsort Baku vor St. Petersburg, London und Rom.

28

Millionen Ticketanfragen wurden abgegeben – doppelt so viele wie für die EM in Frankreich. Mit drei Millionen Eintrittskarten ist es die größte EM-Endrunde der Geschichte. Am heutigen Mittwoch können Fans nicht gewünschte Tickets über die offizielle Wiederverkaufsplattform der UEFA weitergeben. Wenn diese verkauft sind, erhalten die ursprünglichen Besteller ihr Geld zurück. Im April gibt es für die Fans der letzten vier Teilnehmer noch Tickets. Im Mai folgt schließlich noch ein Last-Minute-Verkauf für die letzten Restposten.

A person wearing a protective face mask walks past the Euro 2020 countdown clock in central Saint Petersburg

16

Teams haben Ende des Monats noch die Chance, in den Play-offs eines der letzten vier Tickets zu ergattern.

102

Tage sind es bis zum ersten Spiel der Österreicher. Der Gegner am 14. Juni in Bukarest ist noch nicht bekannt. Österreich spielt in Gruppe C zudem gegen die Niederlande und die Ukraine. Setzen sich die Rumänen in den Play-offs gegen Island und danach gegen den Sieger aus Bulgarien gegen Ungarn durch, dann sind sie der vierte Gruppengegner. Scheitert Rumänien, kommt in die Gruppe der Sieger aus GeorgienWeißrussland sowie NordmazedonienKosovo.

4

Vorbereitungsspiele bestreitet das österreichische Nationalteam. Das erste am 23. März in Swansea gegen Wales, danach folgt am 30. März das Heimspiel in Wien gegen die Türkei. Am 2. Juni wird in Wien gegen England getestet, die EM-Generalprobe findet am 7. Juni in Prag gegen Tschechien statt.

23

Spieler dürfen im EM-Kader stehen. Daher ist am 17. März die Bekanntgabe der Einberufenen für die Spiele in Wales und gegen die Türkei schon richtungsweisend.

TOPSHOT-FBL-EURO-2020

21

Tage dauert die letzte, intensive Vorbereitung auf das Auftaktspiel. Das Nationalteam bereitet sich ab 24. Mai in Bad Tatzmannsdorf vor und übersiedelt danach nach Wien. Am 9. Juni wird das EM-Camp in Seefeld bezogen.

12

Austragungsorte gibt es: Rom, Baku, St. Petersburg, Kopenhagen, Amsterdam, Bukarest, Glasgow, Bilbao, Dublin, München, Budapest und London (Semifinale und Finale).

5.300

Flugkilometer legt ein österreichischer Fan zurück, wenn er nach Amsterdam und zwei Mal nach Bukarest reist. Laut UEFA werden bei der EM durch den Transport insgesamt 425.000 Tonnen Kohlendioxid freigesetzt.

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