Sport | Fußball-WM
02.07.2018

Mexico-Coach Osorio wettert gegen "schlechtes Beispiel" Neymar

Nach dem Achtelfinal-Aus von Mexiko gegen Brasilien ließ der Trainer seine Zukunft offen, sparte aber nicht mit Kritik.

Mexiko-Teamchef Juan Carlos Osorio hat Brasiliens Superstar Neymar nach dem WM-Aus der Mexikaner (0:2) am Montag hefig attackiert. Seine Mannschaft habe lange Zeit sehr gut gespielt. "Aber leider haben wir viel Zeit verschwendet wegen eines Spielers. Es ist eine Schande für den Fußball", sagte Osorio, ohne Neymar beim Namen zu nennen. "Dadurch haben wir unseren Rhythmus verloren."

 

Es solle nicht so viel Schauspielerei im Fußball geben, monierte der mexikanische Coach. "Das ist ein schlechtes Beispiel für die ganze Welt und all die Kinder vor dem Fernseher. Es gab eine Phase, wo das Spiel vier Minuten unterbrochen war."

Neymar hatte Brasilien mit einem Tor und einer Vorlage für Roberto Firmino zum 2:0 (0:0) im Achtelfinale gegen Mexiko geführt. Allerdings war der 26-Jährige erneut auch mit Theatralik aufgefallen. In der zweiten Halbzeit etwa war ihm der Mexikaner Miguel Layun in einer Unterbrechung wohl absichtlich auf den Fuß getreten, wurde von Schiedsrichter Gianluca Rocchi aber nicht des Feldes verwiesen. In dieser Aktion krümmte sich Neymar lange Zeit auf dem Boden.

Seine Zukunft ließ Osorio unmittelbar nach dem Spiel offen. "Was jetzt passiert, ist das Unwichtigste. Wir haben gerade ein sehr wichtiges Spiel verloren, das schmerzt sehr", sagte Osorio, der vor der WM heftig in der Kritik gestanden war. Nach dem Auftaktsieg gegen Deutschland und dem Erreichen des Achtelfinales hatte sich die Stimmung in Mexiko aber gedreht. "Wir werden sehen, was passiert", sagte der Kolumbianer.