Sport | Fußball-WM
03.07.2018

Dänemark-Aus: Erneute Todesdrohungen gegen WM-Spieler

Nicht zum ersten Mal bei dieser WM wurde ein Spieler mit dem Tod bedroht - auch Dänemark bringt den Fall zur Anzeige.

Der dänische Fußballverband hat sich wegen auf Instagram und Facebook gegen Stürmer Nicolai Jörgensen gerichtete Todesdrohungen an die Polizei gewandt. Jörgensen hatte im WM-Achtelfinalduell mit Kroatien im Elfmeterschießen nicht getroffen.

"Stopp. Unsere Gesellschaft darf niemals Todesdrohungen akzeptieren, nicht gegen WM-Stars, Politiker oder andere. Das ist komplett unakzeptabel und unanständig", schrieb der dänische Verband auf Twitter. "Wir melden den Fall der Polizei, um diesen Wahnsinn zu beenden." Drei Dänen brachten ihren Elfmeterschuss nicht im Tor unter, Jörgensen war der letzte.

Bereits zuvor war der schwedische Teamspieler Jimmy Durmaz nach seinem Foul gegen Timo Werner im Spiel gegen Deutschland rassistisch beleidigt und massiv bedroht worden. Durmaz' Foul hatte zu einem Freistoß geführt, aus dem Toni Kroos das 2:1-Siegtor für Deutschland schoss. Das schwedische Team hatte sich daraufhin in einem beeindruckenden Video-Statement gegen Rassismus ausgesprochen und sich geschlossen hinter Durmaz gestellt.

Schon im Vorfeld der Fußball-WM hatte ein Spieler massive Drohungen erdulden müssen: Spaniens Abwehr-Ass Sergio Ramos war nach seinem Foul gegen Mohamed Salah von ägyptischen Fans bedroht worden und hatte sogar seine private Telefonnummer ändern müssen. Ramos hatte Salah im Champions-League-Finale gefoult und den ägyptischen Star dabei an der Schulter verletzt - seine WM-Teilnahme war bis kurz vor dem Turnierbeginn nicht sicher.