Sport | Formel-1 11.05.2018

Mercedes im Spanien-Training stark

Robert Kubica entschied den ersten Vergleich für sich. © Bild: APA/AFP/LLUIS GENE

Bottas stellt die Tagesbestzeit am Vormittag auf, Hamilton kontert am Nachmittag. Kubica feiert sein Königsklassen-Comeback.

Lewis Hamilton hat im zweiten Freien Training zum Spanien-Grand-Prix die Bestzeit aufgestellt. Der aktuelle Formel-1-Weltmeister war im Mercedes in 1:18,259 Minuten der Schnellste, kam aber um eine Zehntelsekunde nicht an die Runde heran, die Teamkollege Valtteri Bottas am Freitagvormittag gesetzt hatte. Sebastian Vettel, der bei den Wintertests in Montmelo der Beste gewesen war, hatte Rückstand.

Der Ferrari-Pilot belegte die Plätze drei und vier. Direkt hinter Hamilton landete am Nachmittag das Red-Bull-Duo Daniel Ricciardo und Max Verstappen. Vor dem fünften WM-Rennen am Sonntag (15.10 Uhr/live ORF eins und RTL) liegt Vettel im Klassement auf Platz zwei hinter Hamilton. Der 33-jährige Brite hat vier Punkte mehr als der 30-jährige Deutsche.

Vettel zeigte sich prinzipiell mit den Updates für seinen Ferrari zufrieden. "Es steckt aber noch mehr im Wagen und noch mehr in mir", kündigte er mit Blick auf das Qualifying am Samstag an. Allgemein warf das Training mehr Fragen auf als Antworten. Ein Problem waren die neuen Reifen, die laut Vettel recht rutschig waren.

Comeback

Sein Comeback in einem offiziellen Lauf der Motorsport-"Königsklasse" gab derweil Robert Kubica. Der Pole absolvierte zum ersten Mal seit Ende 2010 wieder ein offizielles Formel-1-Training. Der 33-Jährige belegte im Williams am Vormittag den vorletzten Platz, Kubicas Rückstand auf den Finnen Bottas betrug 3,362 Sekunden. Immerhin war er damit aber noch schneller als sein kanadischer Teamkollege Lance Stroll.

Kubica war im Februar 2011 bei einer Rallye in Italien verunglückt und hatte sich vor allem am rechten Arm und an der Hand schwere Verletzungen zugezogen. Trotz der Beeinträchtigungen kämpfte er sich zurück in die Formel 1 und bekam ein Engagement als Ersatzfahrer bei Williams.

Vor seinem Rallye-Unfall war Kubica von vielen Experten zugetraut worden, einmal um den WM-Titel in der Formel 1 kämpfen zu können. 2006 war er in die Königsklasse eingestiegen, 2007 überstand er einen verheerenden Unfall in Montreal so gut wie unverletzt, ein Jahr später feierte er dort in einem Auto von BMW-Sauber seinen ersten - und auch einzigen - Formel-1-Sieg. Am 14. November 2010 absolvierte Kubica seinen 76. und - vorerst - letzten Grand Prix.

( Agenturen , mod ) Erstellt am 11.05.2018