Daniel Ricciardo und sein etwas unappetitlicher Brauch.

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Formel 1
10/02/2016

Red-Bull-Doppelsieg in Malaysia

Der Australier Daniel Ricciardo gewinnt vor dem Niederländer Max Verstappen. Lewis Hamiltons Bolide fängt Feuer.

Daniel Ricciardo hat den Großen Preis von Malaysia vor seinem Red-Bull-Teamkollegen Max Verstappen gewonnen. Es ist der vierte Karriere-Sieg für den Australier, der erste Red-Bull-Doppelsieg seit drei Jahren. Dritter wurde am Sonntag WM-Leader Nico Rosberg, der somit seinen Vorsprung auf Lewis Hamilton ausbauen konnte.

Schon kurz nach dem Start schied Vorjahressieger Sebastian Vettel aus. Der Ferrari-Pilot kollidierte in Sepang gleich in Kurve eins mit Rosberg und schied mit gebrochener Vorderrad-Aufhängung aus. Rosberg fiel dadurch auf Platz zwölf zurück, konnte aber im Rennverlauf wieder in die Spitze des Fahrerfelds vorfahren - trotz einer zusätzlichen Zehn-Sekunden-Strafe, die er für ein hartes Überholmanöver an Kimi Raikkönen bekommen hatte.
In der 41. Runde erwischte es dann auch Pole-Mann Lewis Hamilton. Der in Führung liegende Brite schied mit einem Motorschaden an seinem Boliden aus, Ricciardo übernahm nach seinem Ausscheiden die Spitzenposition, die er ins Ziel beibehielt.

Der Australier widmete sich bei der Siegesfeier seiner etwas ungewöhnliche Vorliebe, den Sieger-Champagner aus seinem Schuh zu trinken. Bei einem eiskalten Getränk sei das durchaus köstlich, versicherte der 27-Jährige. Übrigens: Den Champagner wird Ricciardo weiterhin aus dem Schuh trinken: "Ich mag den Geschmack. Es war fruchtig und eher ein Dessert als eine Hauptspeise."

Frecher Verstappen

Der vierfache Malaysia-Sieger Vettel hatte im Vorjahr in Sepang seinen ersten Sieg nach dem Wechsel zu Ferrari gefeiert. "Das ist bitter, denn ich hatte einen guten Start. Ich habe versucht, Max (Verstappen, Anm.) zu überholen und wir haben Seite an Seite gebremst. Aber Nico hat vorne rein gezogen und mich getroffen. Es war eine gewisse Kettenreaktion im Duell um die erste Kurve, ich bin eingequetscht worden und konnte den Kontakt nicht mehr vermeiden", sagte ein etwas kleinlauter Vettel, weil die Kollision an Spa erinnerte, wo allerdings Red-Bull-Pilot Verstappen innen gewesen war.

Der 19-jährige Niederländer beschwerte sich nach dem Vorfall sofort, bezeichnete Vettel als "verrückt" und nannte ihn auch einen "Idioten". Vettel ging zunächst darauf nicht ein, vielmehr entschuldigte er sich bei Rosberg. "Nico hat sein Ding gemacht, was sein Recht ist. Es ist bitter für ihn, weil er gar nichts dafür kann." Zu seinem Ausfall meinte Vettel: "Es ist ärgerlich, dass ich nicht mehr im Rennen bin und hier stehen muss, während die anderen noch fahren."

Endstand nach 56 Runden (310,4 km):

1. Daniel Ricciardo AUS Red Bull 1:37:12,776
2. Max Verstappen NED Red Bull + 2,443
3. Nico Rosberg GER Mercedes 25,516 *
4. Kimi Räikkönen FIN Ferrari 28,785
5. Valtteri Bottas FIN Williams 1:01,582
6. Sergio Perez MEX Force India 1:03,794
7. Fernando Alonso ESP McLaren 1:05,205
8. Nico Hülkenberg GER Force India 1:14,062
9. Jenson Button GBR McLaren 1:21,816
10. Jolyon Palmer GBR Renault 1:35,466
11. Carlos Sainz ESP Toro Rosso 1:38,878
12. Felipe Massa BRA Williams 1 Runde
13. Daniil Kwjat RUS Toro Rosso 1 Runde
14. Marcus Ericsson SWE Sauber 1 Runde
15. Esteban Ocon FRA Manor 1 Runde
16. Pascal Wehrlein GER Manor 1 Runde

* 10 Sekunden Strafe

Out: Lewis Hamilton (GBR/Mercedes), Sebastian Vettel (GER/Ferrari), Romain Grosjean (FRA/Haas), Kevin Magnussen (DEN/Renault), Esteban Gutierrez (MEX/Haas), Felipe Nasr (BRA/Sauber)

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