Sport | Formel-1
28.07.2018

Hamilton holt sich auf den letzten Drücker die Ungarn-Pole

In der ersten Startreihe stehen am Sonntag die beiden Mercedes, dahinter müssen sich die Ferrari-Piloten anstellen.

Lewis Hamilton hat sich beim Qualifying zum Formel-1-Rennen in Ungarn die Poleposition gesichert. Die Bestzeit auf dem verregneten Hungaroring stellte der Weltmeister in seiner allerletzten Runde und verdrängte somit seinen Mercedes-Teamkollegen Valtteri Bottas auf den zweiten Startplatz. 

Dahinter, in der zweiten Startreihe stehen am Sonntag die beiden Ferrari-Piloten. Kimi Räikkönen wurde auf dem nassen Kurs vor seinem Stallrivalen Sebastian Vettel Dritter. 

Es war Hamiltons fünfte Pole in dieser Saison. Vor dem letzten Grand Prix vor der Sommerpause hat der WM-Spitzenreiter 17 Punkte Vorsprung auf Vettel.

Mieser Tag für Red Bull

Die ständig wechselnden Wetterbedingungen erwiesen sich vor allem für Red Bull als mitentscheidend. Als bester Pilot von Red Bull Racing kam Max Verstappen nur auf Platz 7, Daniel Ricciardo scheiterte sogar schon im zweiten Qualifikationsabschnitt und wurde nur 12. Viel besser lief es für das B-Team Toro Rosso, das mit Pierre Gasly (7.) und Brendon Hartley (8.) beide Fahrer ins Q3 brachte.

Trockener Renntag

Das Qualifying verlief von Beginn weg schwierig. Im Q1 fuhr man noch mit Trockenreifen auf dem teilweise feuchten Kurs. Dann wurde der Regen heftiger, Vettel trickste im Q2 als zunächst Einziger auf Internmediates alle aus. Im Q3 waren dann für alle "Full Wets" notwendig und da erwies sich Hamilton als geschicktester Fahrer. "Ich habe das Auto gut gespürt und es richtiggehend um den Kurs getragen", sagte der Engländer und versprach für Sonntag "Vollgas". Am Renntag soll es trocken bleiben.

Hinter Mercedes und Ferrari wurde die Hierarchie vom Regen teilweise auf den Kopf gestellt. So kam bei Red Bull Racing Max Verstappen über Rang 7 nicht hinaus, Daniel Ricciardo verpasste sogar Q3 und wurde nur 12. Während die beiden von Renault-Motoren angetriebenen Autos von Red Bull Racing also enttäuschten, fuhren Carlos Sainz (5./Renault) und Pierre Gasly (6./Toro Rosso) sogar in die dritte Startreihe. Der Neuseeländer Brendon Hartley schaffte im zweiten Toro Rosso Honda mit Startplatz acht sein bestes Qualifying-Ergebnis in der Formel 1.

Überraschend kam vor allem das schwache Abschneiden von Ricciardo. Wegen ähnlicher Streckencharakteristik wie in Monaco hatte man den dortigen Sieger deutlich weiter vorne erwartet. Der Australier tat sich aber schon im Q1 extrem schwer. "Wir hatten einfach Pech. Morgen erwartet mich ein Kampf", sagte Ricciardo.