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Sport
03/08/2022

Eklat um russischen Turner mit Kriegssymbol auf der Brust

Beim Weltcup in Doha stand der russische Turner Iwan Kuliak am Podest neben dem ukrainischen Sieger mit einem "Z" auf dem Trikot.

Der russische Turner Iwan Kuliak hat beim Weltcup in Doha (Katar) fĂŒr einen Skandal gesorgt und muss mit Konsequenzen rechnen. Bei der Siegerehrung fĂŒr die Entscheidung am Barren hatte der 20-JĂ€hrige auf seinem Trikot anstelle des Wappen ein "Z" als Zeichen der UnterstĂŒtzung fĂŒr den Krieg Russlands in der Ukraine getragen. Das "Z" steht fĂŒr "Za pobyedu" was aus dem russischen "FĂŒr den Sieg" bedeutet.

Der Weltturnverband FIG hat nun Disziplinarmaßnahmen eingeleitet. Wie der Verband am Sonntagabend mitteilte, wurde die Ethik-Kommission aufgefordert, nach dem "schockierenden Verhalten" ein Disziplinarverfahren zu eröffnen.

Kuliak hatte am Barren Platz drei belegt mit 14,533 Punkten. Sieger an diesem GerĂ€t war der Ukrainer Ilja Kowtun mit 15,166 Punkten. Beide Sportler standen gemeinsam mit dem zweitplatzierten Kasachen Milad Karimi (14,566) auf dem Siegerpodest. Kuliak hatte das Wappen auf seinem Trikot mit dem "Z" ĂŒberklebt, das unter anderem auf russischen MilitĂ€rfahrzeugen in der Ukraine zu sehen ist.

 

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Am Freitag hatte der Weltturnverband wegen des Krieges in der Ukraine die Sanktionen gegen Russland und Belarus verschĂ€rft. Von diesem Montag an dĂŒrfen nach einem neuen Beschluss des Exekutivkomitees bis auf Weiteres die Sportler aus beiden Nationen nicht mehr an Veranstaltungen unter der Hoheit der FIG teilnehmen. Gleiches gilt fĂŒr Offizielle und auch Kampfrichter.

Damit sind Russen und Belarussen von den Akrobatik-Weltmeisterschaften vom 10. bis 13. MĂ€rz in Aserbaidschans Hauptstadt Baku ausgeschlossen sowie von den kommenden Turn-Weltcups in Kairo (13. bis 20. MĂ€rz) und Baku (31. MĂ€rz bis 4. April).

FĂŒr den Weltcup in Doha hatte noch der FIG-Beschluss vom 26. Februar gegolten, wonach nach der von Belarus unterstĂŒtzten Invasion Russlands in die Ukraine nur die Flaggen beider LĂ€nder nicht gezeigt und deren Hymnen nicht gespielt werden dĂŒrfen. 

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