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Sport
03/17/2019

Eishockey: Aufregung um Znaimer Notruf

EBEL-Play-off: Die Wiener gewannen das dritte Spiel gegen Znaim mit 5:2. Klagenfurt besiegte Bozen mit 4:1.

von Peter Karlik

Der 5:2-Erfolg der Vienna Capitals am Sonntag im Viertelfinale der Erste Bank Liga gegen Znaim ist noch nicht außergewöhnlich. Dennoch wird dieses Spiel lange in Erinnerung bleiben.

Warum? Znaim-Coach Frantisek Frycer zog im Schlussdrittel sein Handy aus der Hosentasche und begann zu telefonieren. Das gab es in eine professionellen Liga wie der EBEL wohl noch nie.

Wen hat er angerufen? Im Interview mit Sky meinte er: „Vor dem Spiel war ein Supervisor hier und hat zu mir gesagt, ich kann ihn jederzeit anrufen, wenn mir irgendwas nicht passt. In dem Moment hat mir das überhaupt nicht gepasst und darum habe ich ihn versucht zu erreichen. Ich weiß, dass er gerade da war, aber scheinbar redet er nur schön, und wenn es um etwas geht, ist er nicht erreichbar.“

Gemeint dürfte Schiedsrichter-Boss Lyle Seitz sein. Caps-Trainer Dave Cameron traute seinen Augen nicht. „Ich habe gesehen, wie er sein Telefon zückt. Das ist verrückt. Ein neues Kapitel in meiner Karriere.“ Vor einem Jahr stand Cameron noch bei den NHL-Profis von Calgary an der Bande.

Der Notruf von Frycer hat aber nicht geholfen. Nach Znaims 2:3 ließen sich die Wiener den Sieg nicht mehr nehmen. Schneider, der in vielen Situationen unglücklich agiert hatte, legte Vause ideal zum 4:2 auf (58.). Das 5:2 erledigte der EBEL-Topscorer selbst, als der starke Znaim-Goalie Lassila schon vom Feld war (59.). „Wir haben nervös begonnen. Aber am Ende haben wir nicht mehr viel zugelassen“, sagte Cameron zufrieden. Schneider freut sich schon auf Spiel 4 am Dienstag: „Wir werden ihnen zeigen, wer das bessere Team ist.“

KAC führt 3:0

Der KAC kann am Dienstag als erstes Team ins Semifinale aufsteigen. Die Klagenfurter setzten sich am Sonntag gegen Bozen mit 4:1 durch und führen in der Serie bereits mit 3:0. 2:1 in Führung gingen Salzburg und Graz. Die Salzburger siegten bei Fehervar 6:4. Graz setzte gegen Linz mit 4:3 n. V. durch.