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Sport
05/14/2019

Die Kletter-WM warf einen Gewinn ab

Die Veranstalter bejubelten 60.000 Zuschauer, 4 Medaillen für Österreich und ein Plus von 80.000 Euro.

Die Kletter-WM in Innsbruck war der absolute Gipfel - und zwar in jeglicher Hinsicht. Nicht nur dass die österreichischer Kraxler gleich vier Medaillen holten und dabei durch Jessica Pilz (Vorstieg) und Jakob Schubert (Vorstieg, Kombination) drei Weltmeister stellten. Auch emotional hinterließ die Großveranstaltung einen bleibenden Eindruck und stellte alle bisherigen Kletter-Weltmeisterschaften in den Schatten.

Das verdeutlicht nun auch der Abschlussbericht zu den Titelkämpfen im vergangenen September. Mit 60.000 Zuschauern übertraf die WM die ohnehin bereits hoch gesteckten Erwartungen, weshalb die Veranstalter nun auch finanziell ein positives Fazit ziehen durften. Im Gegensatz zu anderen sportlichen Großveranstaltungen in Tirol mussten die Organisatoren der Kletter-WM keine zusätzlichen öffentlichen Förderungen in Anspruch nehmen, sondern erwirtschafteten sogar ein Plus von 80.000 Euro.

"Wir haben stets einen sehr konservativen Ansatz bei der Budgetierung gewählt. Als die Sponsorengelder die budgetierten Einnahmen überstiegen, haben wir die zusätzlichen Einnahmen in die Qualität der Kletter-WM investiert, weil ein finanzieller Gewinn nicht unser vorrangiges Ziel war. Dass dieser nun trotzdem verbucht werden kann, ist umso erfreulicher", sagt Kletter-WM-Geschäftsführer Michael Schöpf.

Einen finanziellen Gewinn warf übrigens auch die Nordische WM in Seefeld ab. Zumindest für den Veranstalter ÖSV. Die Infrastruktur-Maßnahmen, die im Zuge der Titelkämpfe notwendig waren, überstiegen aber die geplanten Kosten um 2,5 Millionen Euro, wie dieser Tage bekannt wurde. Tirols Landeshauptmann Günther Platter reagierte verärgert auf das Finanzloch und sprach von einer "negativen Angelegenheit."

Zuvor war auch schon die Rad-WM in Innsbruck teurer gekommen als geplant. Land Tirol und Stadt Innsbruck hatten einen Sonder-Liquiditätszuschuss von drei Millionen Euro leisten müssen, um das Budget auszugleichen.