Sport
02.02.2018

Daviscup: Schweiz steht in Kasachstan vor dem Aus

Ohne ihre Top-Stars Roger Federer und Stan Wawrinka müssen die Eidgenossen in Astana ums Weiterkommen zittern.

Das Schweizer Daviscup-Team hat nach dem ersten Tag der Weltgruppen-Begegnung gegen Kasachstan in Astana kaum noch Chancen auf die Qualifikation für das Viertelfinale. Die Kasachen gewannen am Freitag beide Einzel in vier Sätzen und führen 2:0. In Australien können die Deutschen Alexander Zverev danken, dass sie in Perth nicht 0:2 zurückliegen.

Denn der Weltranglisten-Fünfte setzte sich im ersten Single gegen Alex de Minaur erst nach 3:54 Stunden mit 7:5,4:6,4:6,6:3,7:6(4) durch. Anschließend hatte die australische Nummer eins, Nick Kyrgios, mit Jan-Lennard Struff beim 6:4,6:4,6:4 weit weniger Mühe.

Zverev kämpft, Schweiz strauchelt

"Wir haben diesen Punkt gebraucht. Ich spiele für mein Land, da kann ich nicht aufgeben", sagte Zverev nach seinem Marathon. "Ich hatte immer das Gefühl, dass ich das Match noch drehen kann." Im fünften Satz lag der Weltranglisten-Fünfte gegen den Weltranglisten-139. bereits mit 0:3 zurück, wehrte einen Breakball zum möglichen 0:4 ab, kämpfte sich aber in das Match zurück und hatte im Tiebreak die besseren Nerven. "Alles hing von mir ab, die Punkte und Fehler habe ich selber gemacht. Ich musste positiv bleiben", analysierte Zverev.

Die ohne ihre Stars Roger Federer und den rekonvaleszenten Stan Wawrinka angetretenen Eidgenossen könnten bereits am Samstag ausscheiden: Die Partie des Schweizer Teamleaders Henri Laaksonen (ATP-123.) gegen den als Nummer 231 klassierten Dimitri Popko war von vornherein die einzige der maximal fünf Partien, in der die Schweiz aufgrund der Klassierungen klar favorisiert war. Trotzdem verlor Laaksonen 2:6,6:7(7),6:3 5:7.

Danach konnte der in Österreich trainierende Youngster Adrian Bodmer in seinem ersten Daviscup-Einzel gegen Michail Kukuschkin nach einem guten Start die Niederlage nicht abwenden, er unterlag 6:3,3:6,2:6,3:6. Daviscup-Kapitän Severin Lüthi, eben noch vom Triumph mit seinem Schützling Federer aus Australien zurückgekehrt, muss sich nicht nur aufgrund des Wechsels vom australischen Sommer in den harten kasachischen Winter warm anziehen.