Sport
04.08.2018

Beachvolleyball: Doppler/Horst im Wien-Viertelfinale out

Österreichs Top-Duo unterliegt den norwegischen Turnierfavoriten Anders Mol und Christian Sorum.

Um 5 Uhr in der Früh bildeten sich vor dem Haupteingang zum Gelände des Beach Major Vienna auf der Wiener Donauinsel die ersten Schlangen. Tausende schafften es am Samstag gar nicht mehr ins Stadion. Schon am Vormittag waren die Zugänge zum Center Court gesperrt und die 8000 Plätze im Stadion voll besetzt. 

Und das bis zum Abend. Am Vormittag feierten Clemens Doppler und Alexander Horst einen 2:0-Sieg gegen die Letten Janis Smedins und Aleksandrs Samoilovs und stiegen ins Viertelfinale auf, wo sie am Abend auf die Turnierfavoriten  Anders Mol und Christian Sorum aus Norwegen trafen. Und 0:2 (-14, -18) verloren. „Ehrlich gesagt, waren wir chancenlos. Die beiden spielen unglaublich“, sagte Horst. Die Norweger sind als Team um 29 Jahre jünger, als Clemens Doppler, 37, im Jahr 1997 Vizeeuropameister in der Unter-20-Kategorie wurde, wurde Anders Mol erst geboren. Die Norweger haben zuletzt das Major-Turnier in Gstaad und die Europameisterschaft in den Niederlanden gewonnen.  

Doppler sagte daher gelassen: „Die beiden waren das schwierigste Los im Viertelfinale. Sie haben 13 Spiele in Folge gewonnen. Wir haben genau das erreicht, wo wir derzeit hingehören.“ 
Der fünfte Rang brachte Doppler/ Horst ein Preisgeld von 12.000 Dollar (10.400 Euro) und 360 Punkte für die Weltrangliste. 

Im Semifinale auf dem Center Court treffen die Norweger auf die Niederländer Brouwer/Meeusen (14.15 Uhr) und die Polen Fijalek/Bryl auf die Katarer Tijan/Cherif (13 Uhr).

Keine "Nudelaugen"

Mit dem besten Ergebnis ihrer Karriere beendeten Österreichs Kronprinzen Martin Ermacora, 24, und Moritz Pristauz, 22, das Turnier. In der Zwischenrunde  besiegten sie die deutsche Nr. 1 Thole/Wickler 2:0, im Achtelfinale kam gegen Cherif/Tijan mit 0:2 das Ende. "Wir wären nicht bis hierhergekommen, wenn wir nach einer Niederlage zufrieden wären", sagte der Innsbrucker Ermacora. Aber: "Man muss schon sehen, dass wir die Olympiazweiten Nicolai/Lupo und die Deutschen besiegt haben. Das sind auch keine Nudelaugen." Was dem Team noch fehlt? "Wir sind nicht so konstant wie zum Beispiel Doppler/Horst. Wir müssen noch an unserer Technik arbeiten."

Das nächste Ziel ist die Staatsmeisterschaft Ende August am Attersee. "Am schönsten wäre ein Finale gegen Doppler/Horst", sagt Ermacora. Ein Duell zwischen den Beachkönigen und den Kronprinzen gab es noch nie.

Bereits entschieden ist das Damen-Turnier in Wien: Im Finale setzten sich Hermannova/Slukova (Tch) gegen Barbara/Fernanda (Bra) 2:1 (-10, 16, 12) durch.