Die Österreicher (hier Enis Murati) können in Hagen die Sensation schaffen.

© DIENER / Michael Filippovits/Michael Filippovits, DIENER

Basketball
08/21/2014

ÖBV-Herren haben EM-Quali in eigener Hand

Ein Sieg in Deutschland am Sonntag wäre wohl zugleich auch das Endrunden-Ticket.

Österreichs Basketball-Herren haben es in eigener Hand, sich für die Europameisterschaft 2015 und damit nach 38 Jahren wieder für eine Endrunde zu qualifizieren. Ein Sieg am Sonntag (14.00 Uhr, live ORF Sport +) in Hagen gegen Deutschland würde wohl reichen, um sich zumindest als einer von sechs besten Gruppenzweiten zu qualifizieren. Die DBB-Auswahl steht massiv unter Druck.

Genau das könnte die Chance der Truppe von Werner Sallomon sein, die bereits am Donnerstag - als Tabellenführer der Gruppe C - von Luxemburg nach Hagen gereist ist. "Die gesamte Konzentration gilt der Begegnung mit Deutschland", sagte der Teamchef. Er sprach von einem "Entscheidungsspiel" in der 3.400 Zuschauer fassenden Halle. Sallomon: "Wir haben zu Hause gesehen, dass wir durchaus dabei sein können." Das 64:77 gegen die DBB-Auswahl vor etwas mehr als einer Woche im Multiversum Schwechat hatte in einem 0:21 in den letzten viereinhalb Minuten seine Ursache. Zuvor waren die Österreicher über weite Strecken der Partie das bessere Team.

Dass auch vermeintliche Außenseiter in der Lage sind, Ausrufezeichen zu setzen, haben die Niederlande in Montenegro und die Schweiz zum Auftakt der EM-Quali gegen Russland gezeigt. "Wir brauchen wie beim 83:81 gegen Polen eine Teamleistung", so Sallomon. Dann sei die Sensation in Hagen möglich. Bei einem Sieg der ÖBV-Auswahl wäre Deutschland gänzlich aus dem EM-Rennen. Gelingt am selben Abend auch Italien ein Erfolg gegen Russland, hätte Rot-Weiß-Rot das Ticket für die Endrunde bereits nach fünf von sechs Spieltagen fix in der Tasche. Eine Niederlage in Deutschland würde hingegen Österreich zurückwerfen. Dann wäre im abschließenden Spiel in Polen ein deutlicher Sieg notwendig.

Der Sonntag-Gegner steht jedenfalls nicht nur sportlich, sondern auch medial unter Druck. Als "zum Kopfschütteln und Haare raufen" bezeichnete etwa Bild die zweite Niederlage gegen Polen in der Qualifikation.

Modus der Qualifikation zur EM 2015: 26 Nationen kämpfen um 13 Plätze, die noch zu vergeben sind. Gespielt wird in fünf Vierer- und zwei Dreiergruppen. Die sieben Pool-Sieger und die sechs besten Zweitplatzierten erreichen das Endturnier. Bereits qualifiziert sind Titelverteidiger Frankreich, Vize-Europameister Litauen, weiters Spanien, Kroatien, Slowenien, die Ukraine, Serbien, Finnland, Griechenland und die Türkei, die alle auch bei der Weltmeisterschaft 2014 (30. August bis 14. September in Spanien) an den Start gehen, sowie Estland, das sich im vergangenen Sommer in der ersten Qualifikationsphase das Ticket gesichert hat.

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