Sport
14.01.2019

Australian Open: Engländerin freut sich zu früh über den Sieg

Katie Boulter glaubte, das Match gegen die Russin Jekaterina Makarowa gewonnen zu haben. Neue Regeln sind daran schuld.

Ausgelassen ballte Katie Boulter die Fäuste, schrie ihre Siegesfreude heraus und machte sich auf den Weg ans Netz. Dort sollte der obligatorische Handshake erfolgen. Doch die Gegnerin stand nicht dort, wo sie kurz nach dem Match-Ende stehen sollte. 

Jekaterina Makarowa blieb an der Grundlinie stehen - in der Erwartung des Aufschlages ihrer britischen Gegnerin. Und die Schiedsrichterin blieb stumm, das übliche "Game, Set, Match" kam nicht. Was war da eigentlich auf dem Platz 12 der Tennis-Anlage in Melbourne eigentlich los?

6:0, 4:6 und 6:6 stand auf der Anzeige, gerade lief das Tie-Break, in dem Boulter 7:4 führte. Eigentlich war's das, wird sich die 22-Jährige gedacht haben. Entgangen war Boulter eine Regeländerung: Seit diesem Jahr wird bei den Australian Open auch im entscheidenden Satz ein Tie-Break gespielt, in dem nicht bis sieben, sondern bis zehn Punkte gespielt wird. Der Punkt zum 7:4 war demnach kein verwandelter Matchball.

Boulter haderte zwar kurz, ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen und gewann das Match mit einem 10:6 im Tie-Break.