Sport
23.03.2018

Acimovic: „In Slowenien herrscht Aufbruchstimmung“

Der Ex-Austrianer Milenko Acimovic schaut beim Länderspiel gegen Österreich zu - und spricht über Fußball in seiner Heimat.

Er freut sich auf den freundschaftlichen Vergleich vor allem, weil er den Fußball beider Länder sehr gut kennt. Milenko Acimovic, ehemaliger slowenischer Teamspieler, absolvierte für die Austria mehr als 100 Spiele, wurde in Wien-Favoriten mit seiner Spielweise zum Publikums-Liebling. Aktuell macht er die Trainer-Pro-Lizenz der UEFA und begleitet zudem einige Projekte des Verbandes.

KURIER: Was erwarten Sie von dem Test in Klagenfurt?

Milenko Acimovic: Es ist ein wichtiges Spiel für beide Teams, auch wenn es nur ein Testmatch ist. Beide Teams haben neue Trainer, daher ist der Start ins Jahr besonders wichtig. Slowenien will etwas zeigen, auch Österreich steht nach der verpatzten EURO und der verpassten WM vor einer Art Neustart.

Wie stark sind Ihre Slowenen?

Slowenien hat mit Oblak einen Weltklassetormann und viele gute Spieler. Die wichtigsten sind Kevin Kampl von Leipzig und Josip Ilicic von Atalanta Bergamo, der regelmäßig trifft.

Was erwartet man in Slowenien vom Nationalteam?

Die Atmosphäre rund ums Team ist positiv, bei den Fans herrscht irgendwie eine Aufbruchstimmung. Teamchef Tomaz Kavcic kennt viele junge Spieler aus den Nachwuchsteams, einige Spieler sind bei guten Klubs engagiert.

In Österreich gab es nach der EURO 2016 heftige Kritik. Nachvollziehbar für Sie?

Ja und nein. Während einer Qualifikation hat man die Endrunde als Ziel. Ist das geschafft, erwarten die Fans, dass es automatisch auf diesem Niveau weiter geht oder sogar besser wird. Das war bei uns bei der EURO 2000 auch so. Es ist aber schwer, das Niveau zu halten, weil bei der EM die besten Teams dabei sind. Da schiebt sich alles zusammen, Kleinigkeiten entscheiden.