© Hubert Mican

Romy
03/03/2020

Gerald Fleischhacker

Ob vor oder hinter der Kamera: Dort, wo die Wuchtel rollt, ist Gerald Fleischhackers Platz.

von Christoph Silber

So viel lässt sich feststellen: Gerald Fleischhacker ist, anders als es sein aktuelles Kabarett-Solo vermittelt, nicht „Am Sand“. Im Gegenteil ist der gebürtige Grazer nicht nur auf großen und kleinen Bühnen, sondern, weil es ja um die ROMY geht, auch vor und hinter der Kamera sowas von am Werken. Und da quasi noch zusätzlich als Grenzverbinder von öffentlich-rechtlichem und privatem Fernsehen aktiv. Denn die Wuchtel (der Schmäh) gehört ins Viereckige (Fernseher). Als Kulturgut. Nicht als Fußball, wozu er als Sohn des GAK-Spielers Günther Fleischhacker ebenfalls Bezug hätte.

Am Anfang war das Wort oder wie es im Lebenslauf Fleischhackers heißt: Begonnen hat alles beim Radio. Nach der HAK-Matura und diverse Studien war Fleischhacker knapp 20 Jahre als Moderator on air: etwa bei der Antenne Steiermark, beim ORF-Radio Wien und beim Hitradio Ö3.

Parallel dazu war und ist der 48-Jährige seit vielen Jahren für diverse TV-Sender tätig, was für die diesjährige ROMY-Nominierung jedenfalls hilfreich ist: Vor der Kamera als Moderator der Erfolgssendung „Bist Du Deppert!“ (Puls4), mit „Die Tafelrunde“ bei ORFIII und, nicht zuletzt, mit „Schluss mit lustig“, dem ORF1-Jahresrückblick 2019. Dazu kommen noch Gastauftritte in diversen Sendungen, wo Witz und Humor sehr gefragt sind.

Auch hinter der Kamera ist das Multitalent tätig, etwa für ORF, Servus TV und auch Puls4 tätig. Gemeinsam mit Rudi Roubinek, Klaus Oppitz und Mike Bernard bildet er das Kollektiv "Die Tafelrunde", das Sendungen konzipiert und schreibt und schon 2016 eine (Akademie-)ROMY mit nach Hause nehmen durfte.

Und wenn dann noch Zeit bleibt, ist Fleischhacker auch als Solo-Kabarettist umtriebig und erfolgreich. Der Akut-Fall ist „Am Sand!“: Darin nimmt er alle und alles aufs Korn, was ihm im täglichen Leben unterkommt. Bis der Sandmann kommt.