Ubair: Günstige Online-Vermittlung von Privatjets

Eine amerikanische Firma verspricht - angelehnt an Uber - private Luxusflüge zu erschwinglichen Preisen.
Matt Damon steigt mit einem gelben Spielzeug in der Hand aus einem Privatjet.

Inspiriert vom Taxivermittler Uber, bei dem online private Fahrer vermittelt werden, soll es schon bald auch Privatflüge nach demselben Prinzip geben. Das amerikanische Unternehmen Ubair verspricht für luxuriöse Privatjets erschwingliche Preise innerhalb von Nordamerika und der Karibik. Via App oder online können registrierte Nutzer ein Flugangebot anfragen und ein Kleinflugzeug buchen.

Name und Konzept von Ubair sind von Uber inspiriert. Ziel sei, die Benutzerfreundlichkeit von Uber auf die private Luftfahrt zu übertragen. Angeboten werden verschiedene Transportvarianten vom günstigen Propellerflugzeug bis hin zum glamourösen Gulfstream. Im Angebot gibt es verschiedene Maschinen unterschiedlicher Hersteller.

Die beiden Unternehmen gehören allerdings nicht zusammen. Die Preise sollen erschwinglich sein und hängen von der Größe der Reisegruppe ab. Ein Flug von New York nach Stow in Vermont koste für eine fünfköpfige Familie ab 2000 Dollar und damit nicht viel mehr als ein regulärer Flug.

Bedenken bezüglich der Sicherheit werden von Ubair abgetan – die Piloten seien hoch qualifiziert, die Flugzeuge würden die höchsten Sicherheitsanfordreungen erfüllen.

Luxus bis zum Abwinken – das ist eine Reise im Privatjet. Ich konnte mich bereits von den superben Annehmlichkeiten dieser Reiseform überzeugen, bei einem Südamerika-Kreuzflug (18 Tage) von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten, den ich vier Tage in elitärer Gesellschaft begleiten durfte.

Eine Frau liest eine Zeitung in der Business Class eines Flugzeugs.
Extra Check-in am Airport, Limousinen-Transfer auf das Rollfeld, Business-Class-Sitze, Haubenküche-Service in der Luft und an Land inklusive Getränken, Arzt an Bord, keine Formulare selbst ausfüllen, keine Koffer schleppen im Zielgebiet, Logis in den feinsten Hotels, spezielle, von mitreisenden Lektoren ausgewählte Ausflüge und ein Galadiner an Orten, wo es sonst nicht möglich ist – bei dieser zugegeben sündteuren Art zu Reisen wird dem Gast der Himmel auf Erden zu Füßen gelegt. Einzig das Zielgebiet, oft ein ganzer Kontinent, bestimmt der betuchte Gast: Ob Asien, Afrika, Nordamerika, Südamerika, Nordeuropa, Osteuropa, Arabien oder gar eine Weltreise – alles ist möglich.

Im deutschsprachigen Raum rittern drei Luxusreisen-Veranstalter um die wohlhabende Klientel in der Schweiz, Deutschland und Österreich, die sich so eine Reise, die je nach Länge und Ziel pro Person zwischen 15.000 und 65.000 € kostet, leisten kann:

Eine Luftaufnahme von dicht bewachsenen Inseln im türkisfarbenen Wasser.
Hapag-Lloyd Kreuzfahrtenhat 2014 drei Erlebnisreisen im Boeing-Privatjet (40 bis 48 Plätze) im Programm – Afrika, Osteuropa und erstmals auch eine 19-tägige Weltreise, die im August von Sylt über New York und Kodiak/ Alaska (Bärenbeobachtung) u. a. zu Japans ältestem Kaisersitz Kyoto, zum Pazifik-Inselstaat Palau (Schnorchelparadies) und nach Hanoi (u. a. Besuch der Halong-Bucht) führt. Die 20-Tage-Flugreise zu den sieben neuen Weltwundern (69.800 €/P/DZ) im Herbst ist allerdings schon ausgebucht! "Wir scouten jedes Jahr neue und außergewöhnliche Routen", sagt Unternehmenssprecherin Negar Etminan, "2015 werden wir neben kulturellen Äthiopien- und Arabien-Touren auch Privatjet-Erlebnisreisen mit Expeditionscharakter anbieten – etwa nach Lappland, Island und Grönland."

HL Travel bietet als einziger Veranstalter Kreuzflüge ab/bis Wien an. "Wir fliegen mit einem Airbus 319 mit 24 Business-Class-Sitzen. Im vorderen Bereich gibt es zwei Lounge-Bereiche für Gespräche. Zu unseren Kunden zählen Lotto-Millionäre und Leute, die sich einmal im Leben eine ganz bequeme Traumreise gönnen wollen", sagt General Managerin Melanie Frühwirt, die bei den Kreuzflügen selbst dabei ist und wert auf legere Atmosphäre legt. Im Angebot sind ein Asien- und ein Nordeuropa-Kreuzflug.

Mehrere Tempel erheben sich in Bagan, Myanmar, vor einer Bergkulisse.
Ananda temple in Bagan, Myanmar.
Windrose Finest Travelgeht bei Kreuzflügen neuerdings neue Wege. Zu den Fernzielen fliegen die Gäste in der frei wählbaren Flugklasse einer Linienmaschine, können somit auch gleich Flugmeilen lösen. Im Zielgebiet angekommen, erwartet sie ein Privatjet für maximal 18 Personen für die Weiterreise auf dem Kontinent. Aktuell stehen Afrika, Asien und Südamerika zur Wahl, "natürlich zur jeweils besten Reisezeit" sagt Büro-Wien-Leiterin Ursula Grafeneder. Vorteil dieser neuen Kreuzflug-Art, so Grafeneder: Vor Ort hat man kurze Flugstrecken von maximal drei bis vier Stunden, kann den Tag besser auskosten.

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