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Reise
09/27/2019

Von Wien aus öffentlich erreichbar: Ausflugstipps für Kinder im Herbst

Raus in die Natur! An schönen Herbstwochenenden bieten sich Tagesausflüge zu Zielen an, die auch ohne Auto erreichbar sind. Fünf Tipps.

von Stefan Hofer

Mit Zug oder Bus und dann mit Fahrrad oder zu Fuß - auch autofrei kommt man als Familie zu Plätzen in der Ostregion, die für Kinder ein Paradies darstellen.

Naturpark Sparbach

Frei laufende Wildschweine, Damwild und Mufflons sind ein Highlight im 1962 eröffneten Naturpark Sparbach in Hinterbrühl bei Mödling (NÖ). Der Park, im Besitz der Stiftung Fürst Liechtenstein, besticht auch mit etlichen Baumriesen und romantischen Ruinen. Das Areal ist eingezäunt und nur zu den Öffnungszeiten zugänglich. Angebote für Kinder: Abenteuerspielplatz, Kleintiergehege und Balancier- und Kletterstrecke.

  • Mit den Öffis: Von Wien mit der Bahn (z.B. S2) nach Mödling, weiter mit dem Regionalbus 364 nach Sparbach. Dann gut 400 Meter (rund 10 Minuten) zum Eingang.
  • Infos: Eintritt: € 6,- Erwachsene, € 3,- Kinder (5-15 Jahre); Öffnungszeiten: bis 3. November 2019 täglich von 9 bis 18 Uhr. Zur Website Naturpark Sparbach

Myrafälle in Muggendorf

Das populäre Ausflugsziel liegt nahe Muggendorf im südlichen Niederösterreich. Die Myra, die nur wenige Kilometer lang ist, trieb einst Mühlen und Sägewerke im Tal an. Die Klamm selbst mit den Wasserfällen ist rund 600 Meter lang, der Höhenunterschied beträgt 70 Meter. Durch die Klamm führt ein Wanderweg, der bereits im Jahr 1885 eröffnet wurde. Besonders spektakulär sind die Myrafälle natürlich im Frühjahr nach der Schneeschmelze. Der Eingang zur Klamm, zirka 300 Meter nördlich von Muggendorf, ist zu Fuß von der Ortschaft leicht zu erreichen. Gaststätten befinden sich am nördlichen und südlichen Ausgang.

  • Mit den Öffis: Mit der Südbahn bis Wiener Neustadt. Umsteigen auf die Linie Wr.Neustadt-Gutenstein. Aussteigen an der Haltestelle Pernitz/Muggendorf. Gehzeit Strecke Pernitz-Muggendorf 45 Minuten bis 1 Stunde. Oder: Der gut markierte Biedermeiertal-Radwanderweg zweigt in Pernitz ab und führt bis zu den Myrafällen.
  • Infos: € 5,- Erwachsene ab 15. Geburtstag; € 1,50 Kinder ab 6. Geburtstag. Auch Gruppenpreise und Kombikarten. Zur Website der Myrafälle

Hagenbachklamm bei St. Andrä-Wördern

Die Klamm liegt im Gemeindegebiet von St. Andrä-Wördern im nördlichen Wienerwald. Der Eingang der Klamm befindet sich in einer Spitzkehre der B14. Durch die Klamm führt ein Wanderweg, der leicht zu begehen ist. Plus: Schattig gelegen, können Kinder am seichten Ufer am Bach spielen, es gibt einen Spielplatz und am Ende der Klamm eine Greifvogelzuchtstation.

  • Anreise mit den Öffis: Mit dem Zug zum Bahnhof Klosterneuburg-Kierling, dort per Bus zur Hagenbachklamm.

Ötschergräben

Als "Grand Canyon Österreichs" werden die Ötschergräben beworben. Durch den Graben führt ein gut ausgebauter Wanderweg. Holzknechte legten einst die Brücke und Stege entlang der türkisblauen Ötscher an. Die Klamm ist rund sechs Kilometer lang und erstreckt sich vom Schleierfall bis zum Stierwaschboden beim Kraftwerk Wienerbruck. Unterwegs, auf etwa halbem Weg, kann bei der Jausenstation Ötscherhias Kraft getankt werden. Von dort zweigt auch ein Wanderweg Richtung Erlaufstausee ab. Am Ende der Ötschergräben, zwischen Gemeindealpe und Ötscher, liegt das Schutzhaus Vorderötscher. Wer dort übernachten will, sollte rechtzeitig reservieren!

Anreise mit den Öffis: Mit dem Zug nach St. Pölten, weiter mit der Mariazellerbahn nach Puchenstuben, Annaberg, Wienerbruck und Mitterbach. Ein idealer Ausgangspunkt ist die Naturparkzentrum Ötscher-Basis in Wienerbruck.

Infos: Eintritt: € 4.- für Erwachsene, € 2.- für Kinder (6-14). Wer doch mit dem Auto anreist: Parkplätze im Naturpark sind gebührenpflichtig. Von 1. November bis 30. April ist Wintersperre! Naturparkzentrum Ötscher-Basis +43 2728 21 100 Auf der Website werden auch unterschiedlich lange Touren beschrieben, so ist für jeden etwas dabei. Zur Website des Naturparks Ötschergräben

Lainzer Tiergarten

Wer eine kurze Anreise bevorzugt, dem sei der städtische Klassiker Lainzer Tiergarten ans Herz gelegt. Hier findet jeder das Richtige für sich und die seinen. Natur- und Waldlehrpfade, Gehege mit Wildtieren, ein gut beschildertes Wegnetz mit Rastmöglichkeiten und mehreren Aussichtspunkten, Lagerwiesen für Picknicks, Laufstrecken, eine Aussichtswarte, die Hermesvilla sowie die Nikolaikapelle. Für Kinder sind vor allem auch die sechs Waldspielplätze ein Highlight. Essen und Trinken kann man im Rohrerhaus oder im Cafe-Restaurant Hermesvilla. Bei der Hermesvilla ist Eintritt zu bezahlen, allerdings nicht am ersten Sonntag im Monat.

Anreise: Insgesamt gibt es sechs Eingänge zum mit einer Mauer umschlossenen Park. Beliebte Tore:

  • Lainzer Tor: Die Straßenbahn 60 bis Hermesstraße, Autobuslinie 55A
  • Nikolaitor: Linien U4, S-Bahn, S-Bahn, 52A, 49A, Regionalbusse, Eisenbahn bis Wien Hütteldorf. Dann zehn Minuten Gehzeit bis zum Tor.
  • Sankt Veiter Tor: Autobuslinie 54A

Infos: Der Eintritt in den Tiergarten ist frei. Öffnungszeiten: bis 13. Oktober von 8 bis 18.30 Uhr, bis 26. Oktober von 8 bis 18 Uhr, bis 23. Dezember von 8 bis 17 Uhr. Zur Website des Lainzer Tiergarten

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