Wechsel an der Spitze von Anschobers Corona-Krisenstab

Wechsel an der Spitze von Anschobers Corona-Krisenstab
Einsatzleiter Florian Pressl dankte ab, Gerald Schimpf von der Wiener Berufsfeuerwehr übernahm den Job mit 1. Oktober.

Der Corona-Krisenstab des Gesundheitsministeriums ist seit 1. Oktober unter einer neuen Führung:

Florian Pressl, der seit Beginn der Pandemie einer von drei Einsatzleitern in der Kommandozentrale war, dankte ab. Gerald Schimpf, Berufsfeuerwehr Wien, übernahm mit 1. Oktober. Der 42-Jährige (siehe Bild unten) ist bereits seit April in verschiedenen Funktionen im Krisenstab tätig. 

Wechsel an der Spitze von Anschobers Corona-Krisenstab

Gerald Schimpf

Seinen Abgang machte Pressl auf einem Online-Karriereportal publik. "Nach sechs Monaten Krisenstab beginnt ab Donnerstag meine Rückkehr ins normale Leben. War eine wilde, intensive Zeit mit einem tollen Team", postete er dort vergangene Woche. Er will "jetzt mal Pause" machen.

Das Gesundheitsministerium bestätigt den Abgang auf KURIER-Anfrage und erklärt, Pressls Tätigkeit sei auf sechs Monate angelegt gewesen, der Vertrag lief nun aus. Pressl war zuvor Geschäftsführer in der Pflegeeinrichtung "Haus der Barmherzigkeit". 

Gegenüber dem KURIER sagt er: "Krisenmanager ist man nicht ewig, das war von Anfang an klar. Ich wollte den Job nur bis zum Sommer machen, habe dann aber verlängert. Jetzt war der Zeitpunkt gekommen, die Führung abzugeben. Bei Gerald Schimpf ist das Team in besten Händen." 

Abgänge auch in der Ampel-Kommission

Zwei weitere Abgänge wurden gestern, Montag, bekannt: Die Wiener Virologin Elisabeth Puchhammer-Stöckl und der Tiroler Infektiologe Günter Weiss haben die Coronaampel-Kommission verlassen. Beide kennt man als Experten, die an der Seite von Gesundheitsminister Rudolf Anschober bei Pressekonferenzen aufgetreten sind - etwa, wenn es um Hygiene- und Abstandsregeln ging. 

Puchhammer-Stöckl und Stöckl gehörten zur Gruppe der fünf unabhängigen Experten in der 19-köpfigen Kommission, die es seit rund einem Monat gibt. Beide begründen ihren Rückzug damit, nicht mehr die nötige Zeit dafür zu haben.

Im Ministerium laufen bereits Gespräche mit potenziellen Nachfolgern, die in Kürze bekanntgegeben werden sollen, sagt ein Sprecher. Leer seien ihre Plätze derzeit nicht – es gebe Stellvertreter. 

Kommentare