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Politik | Inland
01/10/2019

Verkehrsclub: NoVA-Abschaffung würde E-Offensive untergraben

In derzeitiger Form sei die an den CO2-Ausstoß gebundene Normverbrauchsabgabe ein Kaufanreiz für E-Autos.

Die von der Autoindustrie gewünschte Streichung der Normverbrauchsabgabe (NoVA) würde die Regierungsinitiative für Elektroautos untergraben, warnt der Verkehrsclub Österreich (VCÖ). "E-Autos sind von der NoVA befreit. Wird sie abgeschafft, fällt der Kaufanreiz weg", so der Club am Donnerstag in einer Aussendung.

Der VCÖ rechnet vor: Für einen Diesel-Pkw, der netto 35.000 Euro kostet und einen CO2-Ausstoß von 150 Gramm pro Kilometer hat, fällt derzeit 3.900 Euro NoVA an. Wird die NoVA abgeschafft, würde der Diesel-Pkw um 3.900,- Euro billiger werden und damit den Anreiz der von der Regierung verlängerten Kaufprämie für E-Autos - derzeit 4.000 Euro, ab März 3.000 Euro - zunichtemachen.

Hofer stieß Debatte an

Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) löste zuletzt mit Aussagen zur NoVA („In dieser Form hat sie keine Zukunft“) Spekulationen darüber aus, dass ein Umbau der Abgaben für Mobilität und Verkehr bevorstehen könnte. Auch eine Erhöhung der Mineralölsteuer stand im Zentrum solcher Überlegungen. Aus dem Finanzministerium kam aber noch am Mittwoch ein Dementi.