Massive Einschnitte beim Uni-Budget: Kürzung um eine Milliarde Euro
Eigentlich hofften die Universitäten auf ein kleines Plus zu den Budgetverhandlungen. Zuletzt gab es 16,2 Milliarden Euro plus Überziehungsrahmen von 300 Millionen Euro (für die Ärzte der Uni-Kliniken) für die Periode von 2025 bis 2027 für die 22 Universitäten.
Der Vorschlag, den die Regierung den Unis am Montag präsentierte, machte die Hochschulleitungen aber sprachlos:
In Aussicht gestellt wurde ein Budget für die dreijährige Periode 2028 bis 2030 von nur mehr 15,5 Milliarden. Das wäre ein Minus von rund einer Milliarde. Die Universitätenkonferenz bestätigt dem KURIER, dass sie über die geplanten Kürzungen in Kenntnis gesetzt wurden. Ministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) verwies laut APA auf weitere Verhandlungen, sie will „bis zur letzten Sekunde um ein solides Ergebnis kämpfen“.
Unis wollten 1,5 Milliarden mehr
Erst im März hatte die Präsidentin der Universitätenkonferenz, Brigitte Hütter von der Kunstuniversität Linz, für die anstehenden Budgetverhandlungen über die Leistungsvereinbarungsperiode 2028 bis 2030 von einem Finanzbedarf von 18 Milliarden Euro gesprochen. Das entspräche einem Plus von 1,5 Milliarden Euro gegenüber der laufenden dreijährigen Periode und würde auch die hohe Inflation zu einem Teil abdecken. "Wir haben konservativ geschätzt und wollen den Bogen nicht überspannen“, sagte Hütter damals.
Die Universitätsleitungen wollen diese harten Kürzungen aber nicht einfach hinnehmen und haben Protest angekündigt. Bereits morgen, Mittwoch, wird es ein erstes Pressegespräch mit vier Rektorinnen und Rektoren in Wien geben.
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