Pilnacek-U-Ausschuss: Warum nun ein Immobilien-Deal ins Zentrum rückt
Der suspendierte Sektionschef des Justizministeriums ist in der Nacht auf Freitag im Alter von 60 Jahren gestorben.
Wenn am Mittwoch Karin Wurm und Anna P. im Pilnacek-U-Ausschuss befragt werden, dann kommen damit nicht nur die beiden Frauen zu Wort, die mit Pilnacek in einem Haus in Rossatz wohnten, sondern die den Sektionschef in seiner letzten Nacht zuletzt gesehen bzw. gesprochen haben.
Mindestens ebenso spannend ist ein Immobilien-Deal, den unter anderem die FPÖ und deren Fraktionschef Christian Hafenecker thematisieren wollen.
Worum geht es?
Aus den Akten und Aussagen ist erkennbar, dass Christian Pilnacek kurz vor seinem Tod eine Immobilie kaufen wollte. „Es gab dieses Haus in Rossatzbach“, sagt Hafenecker zum KURIER.
Wie der Standard berichtet, hätte das Geld für den Kauf nicht von Pilnacek selbst - es werden rund 1,4 Millionen Euro kolportiert - sondern von seinem Freund Wolfgang Rauball kommen sollen. Rauball sollte eine Art Vorab- bzw. Zwischenfinanzierung übernehmen. Der deutsche Unternehmer soll mit Pilnacek befreundet gewesen sein und sich von ihm rechtlich beraten lassen haben. Rauball verstarb vergangenes Jahr.
Das Pikante an dem nun bekannt gewordenen geplanten Immobilien-Deal: Der Mit-Eigentümer der Immobilie war ein hochrangiger Signa-Manager. Und das wiederum wirft für Hafenecker die Frage auf: „War Pilnacek allenfalls in den Signa-Skandal involviert?“ Gesichert scheint bislang nur, dass alle drei, also Pilnacek, Wurm und P. In die Immobilie hätten einziehen sollen.
Dass man ein Haus beziehen wollte, hat Karin Wurm bereits vor Gericht bestätigt. Es sei darum gegangen, im Haus einen Beauty-Salon einzurichten.
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