Politik | Inland
22.11.2018

Strache will EU-Außengrenzschutz wie in Australien

Vizekanzler in neurechter Zeitschrift: "Habe Eindruck, dass für Wirtschaft und NGOs Einwanderung gutes Geschäft ist."

Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) hat sich für einen EU-Grenzschutz nach australischem Vorbild ausgesprochen. "Festung Europa ist ein martialischer Begriff, gleichwohl entspricht er am ehesten der von uns favorisierten australischen Lösung", erklärte Strache im Interview mit der neurechten deutschen Wochenzeitung Junge Freiheit.

Das Interview wurde auf der Titelseite des Blattes mit dem Zitat "Wir sind die treibende Kraft" und einem großen Strache-Foto annonciert. Darin bekräftigte er das Nein Österreichs zum Migrationspakt und gab Wirtschaft und NGOs die volle Breitseite. "Ich habe den Eindruck, dass tatsächlich für beide, Wirtschaft und NGOs, Einwanderung schlicht ein gutes Geschäft ist. Und bedauerlicherweise interessieren sie sich überhaupt nicht für das Chaos und das Leid, das sie damit verursachen - in Europa selbst, aber auch, wenn sie Menschen aufs Mittelmeer locken, wo viele jammervoll ertrinken", sagte Strache.

Mit Bundeskanzler Sebastian Kurz und seiner ÖVP arbeite er gut zusammen, sagte er mit Blick auf Maßnahmen im Bereich Migration, die einen "echten Stopp illegaler Migration" bewirkt hätten. So seien seit Antritt der türkis-blauen Regierung mehr als 9.000 Personen abgeschoben worden, was einem Anstieg von 42 Prozent entspreche.