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Politik Inland
07/19/2020

SPÖ kritisiert Koglers Pläne für Arbeitslosengeldreform

Werner Kogler kann sich ein degressives Arbeitslosengeld - also am Anfang mehr, später weniger – vorstellen. Für die SPÖ ist das ein Hohn

von Ida Metzger

Im KURIER-Interview hat Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) angekündigt, dass sich die Grünen, aber auch die ÖVP, eine Reform des Arbeitslosengeldes schon im Herbst vorstellen können. Kogler präferiert eine sogenannte "degressive Variante, wo man am Anfang mehr bekommt und später weniger", sagt er. Es könne aber auch am aktuellen System aufgesetzt und monatlich 150 Euro mehr ausbezahlt werden - 450 Euro im Quartal.

"Das ist ein Hohen für alle Arbeitslosen"

Die SPÖ ist mit diesem Ansatz offenbar gar nicht d'accord. "Wir erleben in Österreich die höchste Arbeitslosigkeit seit 1946 und dem Vizekanzler fällt dazu nichts Besseres ein, als über ein degressives Modell nachzudenken. Das ist ein Hohn gegenüber allen Arbeitslosen, da dies de facto einer Verkürzung der Bezüge gleichkommt“, kritisiert Jörg Leichtfried, stv. SPÖ-Klubchef, Vizekanzler Kogler. Leichtfried  verweist erneut auf die SPÖ-Forderung nach einer Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf 70 Prozent des letzten Einkommens. 

Dem stellvertretenden  SPÖ-Klubchef fehlt es zudem an Maßnahmen für besonders gefährdete Gruppen. „Kogler redet zwar von Arbeitslosigkeit, nimmt dabei aber mit keiner Silbe die Jugendlichen oder Frauen in den Mund. Dabei sind gerade sie es, die von Arbeitslosigkeit besonders betroffen sind“, so Leichtfried. Jugendarbeitslosigkeit steige in Österreich fast 6-mal stärker als im EU-Schnitt. „Eine verlorene ‚Generation Corona‘ muss mit allen Mitteln verhindert werden.

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