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Reportage
08/24/2021

Vor Schulstart: Sommerschule als Test für den Herbst

Zwei Wochen lang werden Schüler mit mangelnden Deutschkenntnissen auf den Schulstart vorbereitet – dabei wird gleichzeitig die neue Coronastrategie erprobt .

Von Edgar Subak

„Unsere Kinder freuen sich auf die Schule – und das ist nicht gespielt“, sagt Direktorin Eveline John und lacht.
 An der Henry-Dunant-Volksschule in Wien Floridsdorf hat das Schuljahr  für einige Kinder schon diese Woche begonnen.

Sie gehört zu  insgesamt 810 Sommerschulen in Österreich, in denen  Schülerinnen und Schüler mit mangelnden Deutschkenntnissen auf den Schulstart im Herbst vorbereitet werden.  Österreichweit nehmen 38.119 Kinder  das Angebot in Anspruch.

Volksschüler erhalten in den Fächern Deutsch, Mathematik und Sachkunde zwei Wochen lang Nachhilfe. In Mittelschulen und AHS-Unterstufen gibt es  Deutsch- und Mathematik-Kurse.
ÖVP-Bildungsminister Heinz Faßmann ist   in der  Henry-Dunant-Volksschule zu Gast, um dieses Konzept zu bewerben.

„Die Sommerschule wird wirklich gut angenommen“, so Volksschullehrerin Brigitte Weissborn. Die diesjährigen Anmeldezahlen bestätigen dies.  Insgesamt 15.000 Schüler mehr als im Vorjahr nehmen  heuer teil. Aufgrund des großen Interesses wird 2022 auch Englisch-Unterricht angeboten. Der SPÖ reicht das nicht. Sie fordert drei Wochen Sommerschule für Kinder im Pflichtschulalter – mit Rechtsanspruch, aber nicht verpflichtend.

Doch die Sommerschulen dienen nicht nur den Kindern als  Vorbereitungsphase.
Mit 3-G in der SchuleDas Ministerium probt damit auch die „Sicherheitsphase“ seines Pandemie-Konzepts für das reguläre Schuljahr. Und die sieht wie folgt aus: In den ersten beiden Schulwochen werden Schüler und Lehrer unabhängig von ihrem Impfstatus dreimal wöchentlich  getestet – mit  Antigen- und PCR-Tests. Schüler können die Tests an der Schule durchführen, Lehrer müssen externe PCR-Tests erbringen.

Nach dieser zweiwöchigen „Sicherheitsphase“ wird zwischen Geimpften und Ungeimpften differenziert. Vollimmunisierte müssen sich nicht mehr testen, um am Unterricht teilnehmen zu dürfen. Ab dann gilt also auch an den Schulen die 3G-Regel. PCR-Tests werden Schüler mit sogenannten Spültests durchführen. Dabei spülen die Schulkinder 30 Sekunden den Mund mit einer Kochsalzlösung   und führen den Inhalt anschließend in ein Reagenzglas.

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