Politik | Inland
09.10.2018

Reform: Schulen bekommen mehr Freiheit bei Matura-Arbeiten

Entbürokratisierung: Themen müssen nicht mehr von Schulbehörde genehmigt werden, ein OK des Direktors reicht.

Die AHS und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) erhalten mehr Autonomie bei der Bestimmung der Aufgabenstellung für die Abschlussarbeiten. Künftig sollen die Themen der vorwissenschaftlichen Arbeiten (VWA) bzw. der Diplomarbeiten bei der Matura nicht mehr von der Schulbehörde genehmigt werden müssen, heißt es im Begutachtungsentwurf zum „Pädagogik-Paket“ von Minister Heinz Faßmann.

Neben der schriftlichen und mündlichen Reifeprüfung umfasst die Matura an den AHS eine VWA und an den BHS eine Diplomarbeit. Dabei handelt es sich um eine schriftliche Hausarbeit zu einem bestimmten Thema. Derzeit muss dieses gemeinsam von Schüler und Lehrer festgelegt werden und nachher die Schulbehörde (im Regelfall der Landesschulrat) zustimmen. Künftig soll das OK des jeweiligen Direktors reichen.

„Diese Maßnahme dient der Entbürokratisierung bei der Themenvergabe für die abschließende Arbeit“, heißt es in den Erläuterungen dazu. Gleiches gilt für die Abschlussarbeiten an berufsbildenden mittleren Schulen.

Informationen zum Thema VWA vermittelt am Dienstag und Mittwoch die Arbeiterkammer Wien bei einer Infomesse in ihrem Workshopzentrum. Rund 600 Schüler der siebenten Klasse Gymnasium sollen in einer Vorlesung bzw. in Workshops Unterstützung bei der Themenfindung erhalten.