Eine der Premieren 2026: US-Politiker schwört Eid auf den Koran

Zohran Mamdani wird  als neuer Bürgermeister von New York angelobt
Neuerungen: New Yorks neuer Bürgermeister Zohran Mamdani wird angelobt, die Schweiz hat neuen Präsidenten und Zypern übernimmt die EU-Präsidentschaft.

Seit den ersten Minuten des neuen Jahres hat New York einen neuen Bürgermeister. Dabei startete der erst 34-jährige Zohran Mamdani den Posten des Chefs über die größte Stadt der USA mit einer Serie von Premieren.

Zum ersten Mal ist ein in Afrika geborener Einwanderer Sohn indischer Eltern muslimischen Glaubens Bürgermeister von New York. Zum ersten Mal fand die Angelobungszeremonie in einer New Yorker U-Bahn-Station statt. 

Und zum ersten Mal schwor ein amerikanischer Politiker seinen Amtseid auf den Koran. Mamdani hatte seine Hand auf den Koran seines Großvaters gelegt.

Als "Kommunist" verunglimpft

Anfang November hatte sich der bekennende Sozialist bei der Bürgermeisterwahl in der Megacity überraschend durchgesetzt.

Dabei war er im Wahlkampf vehement attackiert worden, das Weiße Haus hatte den linken Politiker, der Kindergärten in New York und die Benutzung von Bussen gratis machen möchte, stets als „Kommunisten“ verunglimpft.

So hatte US-Präsident Donald Trump unter anderem gedroht, der Stadt im Fall eines Mamdani-Sieges Bundesmittel vorzuenthalten und die Nationalgarde in die Stadt zu entsenden. Davon ist nun keine Rede mehr. Trump hatte Mamdani im Weißen Haus empfangen – und dabei sogar freundschaftliche Töne angeschlagen.

Indem Mamdani in Begleitung seiner Frau im historischen U-Bahnhof Old City Hall im Süden Manhattans den Amtseid ablegte, wollte er nach Angaben seines Büros seine Verbundenheit mit der arbeitenden Bevölkerung zeigen: Viele New Yorker müssen weit zu ihren Arbeitsstätten pendeln, weil die Mieten in New York so exorbitant hoch sind. 

Die Erwartungen an den neuen Bürgermeister sind hoch: Mamdani hatte versprochen, das Leben in der Megacity wieder erschwinglicher zu machen.

Swiss Federal President addresses press conference on Trump's tariffs in Bern

Der neue Schweizer  Bundespräsident Guy Parmelin und seine Vorgängerin Karin Keller-Sutter

Sonstige Neuerungen

Die Schweiz hat einen neuen Präsidenten – und dieser musste sich am Tag eins seines Amtes gleich mit der Brandkatastrophe in Crans Montana befassen, die offenbar Dutzende Menschenleben gekostet hat (siehe auch Seite 7). Neuer Staatschef ist der bisherige Wirtschaftsminister Guy Parmelin (66). 

Nach 2021 rückt der konservative Landwirt und Winzer nun zum zweiten Mal zum höchsten Repräsentantenposten seines Landes auf. – wie in der Schweiz üblich für zwölf Monate. In der Funktion wechseln sich die sieben Ministerinnen und Minister ab. 

Eine echte Premiere gibt es in der Schweiz seit heuer auch noch: Pensionistinnen und Pensionisten erhalten erstmals eine 13. Monatsrente.

Weiters neu: Zypern übernahm ab 1. Jänner von Dänemark den Vorsitz des Ministerrates der Europäischen Union.

Der Vorsitz im Rat wird von den EU-Mitgliedstaaten nacheinander in einem Turnus von sechs Monaten wahrgenommen. Während dieser sechs Monate leitet der Vorsitz die Sitzungen und Tagungen auf allen Ebenen des Rates. 

Österreich hatte zuletzt in der zweiten Jahreshälfte 2018 die Präsidentschaft der EU inne. Es war der dritte Vorsitz seit Österreichs Beitritt zu EU 1995.

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