ÖVP-Akademie will über die Bildung von Übermorgen diskutieren
Laura Pusker
Welche Fähigkeiten sollten junge Menschen ab 2035 beherrschen – abgesehen vom Rechnen, Lesen, Schreiben? Karl Nehammer propagierte vor wenigen Jahren noch Programmieren als Pflichtfach – diese Entwicklung dürfte überholt sein, schließlich programmiert die KI inzwischen besser, schneller und vor allem billiger. Die Frage nach der „Bildung von übermorgen“ ist also alles andere als trivial.
Wolfgang Sobotka, Präsident der ÖVP-Bildungswerkstatt Campus Tivoli, stellte am Mittwoch dazu das Projekt „Bildungspakt 2035 plus“ vor. Etwa 80 Stakeholder aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung sind bereits beteiligt, auf der Website des Campus Tivoli Bildungspakt - Campus Tivoli sind bereits erste Beiträge von Experten mit Reformideen abrufbar. Etwa von dem Juristen Alexander Übelacker, der Bereichsleiterin Bildung & Gesellschaft in der Industriellenvereinigung Gudrun Feucht, Lehrergewerkschafter Paul Kimberger, dem Präsidenten der Akademie der Wissenschaften Heinz Faßmann und vielen mehr.
Inhaltlich gliedert sich der Bildungspakt in sechs Themenbereiche: Welches Wissen ist in welcher Bildungsstufe essenziell? Wie soll die Organisation des Schulalltags samt Ferien und schulfreie Tage aussehen? Wie gelingt die Schule als Ort sozialer Begegnung und Kommunikation? Wie soll die Ausbildung der Pädagogen und der Umgang mit Begabtenförderung, Sonder- und Spezialschulen aussehen? Wie muss die Schulinfrastruktur von übermorgen aussehen?
Ziel sei, Kinder und Jugendliche bestmöglich auf die zukünftige Arbeitswelt vorzubereiten. „Wir müssen Schule heute so gestalten, dass junge Menschen auch morgen handlungsfähig bleiben“, sagte Sobotka mit Blick auf die rasanten gesellschaftlichen und technologischen Veränderungen. Gleichzeitig wurde betont, dass insbesondere die Sprachförderung von Migranten nicht allein Aufgabe der Schule sein könne.
Die Projektpräsentation ist für Ende Juni geplant.
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