Kann nicht von der Casino-Affäre profitieren - im Gegenteil: Pamela Rendi-Wagner

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Politik Inland
08/24/2019

Neue Umfrage sieht SPÖ und FPÖ gleichauf

SPÖ und FPÖ liegen bei je 20, die ÖVP kommt auf 36 Prozent. Mehrheit hält die FPÖ für nicht regierungsfähig.

Fünf Wochen vor der Nationalratswahl liegen FPÖ und SPÖ in Umfragen gleichauf. Das besagt eine neue Studie des Meinungsforschungsinstituts Unique research im Auftrag des Nachrichtenmagazins Profil. Wären diesen Sonntag Nationalratswahlen, kämen SPÖ und FPÖ jeweils auf 20 Prozent der Stimmen. Die ÖVP liege mit 36 Prozent deutlich voran. Die NEOS halten bei 9 Prozent, die Liste Jetzt würde 1 Prozent erreichen. Die Grünen kämen auf 12 Prozent.

In der Umfrage wurden erstmals auch die umstrittenen Parteispenden an die ÖVP und die Vorwürfe gegen die FPÖ in der sogenannten Casino-Affäre erfasst. Wobei sich die Wähler hierbei offenbar unbeeindruckt zeigen. In der KURIER-OGM-Umfrage von Mitte August kam die ÖVP auf 35 Prozent, die FPÖ auf 20. Einziger Verlierer in der Zwischenzeit: Die SPÖ, die in der OGM-Umfrage noch bei 23 Prozent lag. Schaute es vor zwei Wochen also noch danach aus, dass die SPÖ ihren zweiten Platz festigen kann, liegt sie in der aktuellen Umfrage von Unique research wieder gleichauf mit der FPÖ

48 Prozent für eine Regierungsbeteiligung der Grünen

In der fiktiven Kanzlerfrage hält ÖVP-Obmann Sebastian Kurz mit 32 Prozent die Konkurrenz weiter auf Abstand. 15 Prozent der Befragten würden FPÖ-Obmann Norbert Hofer in einer Direktwahl zum Kanzler wählen, 12 Prozent die SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner. NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger und der Grüne Werner Kogler kämen jeweils auf sieben Prozent, Maria Stern (Liste Jetzt) auf ein Prozent.

Laut der Profil-Umfrage (Stichprobe: 800, maximale Schwankungsbreite +/- 3,5%) halten 60 Prozent der Bevölkerung die FPÖ nach der Ibiza-Affäre für nicht regierungsfähig. Der Aufwärtstrend der Grünen spiegelt sich auch in Detailfragen wider. Laut Profil spricht sich eine relative Mehrheit von 48 Prozent für eine Regierungsbeteiligung der Grünen nach der Nationalratswahl am 29. September aus.