Politik | Inland
30.11.2018

Mindestsicherung: "Jetzt" kritisiert Kürzung bei Deutschkursen

Nur wer ausreichend Deutsch kann, bekommt die volle Mindestsicherung. Aber gibt es genug Deutschkurse?

Die Regierung verlangt, dass man für den Bezug der vollen Mindestsicherung ausreichend Deutsch kann. Das ist einer der zentralen Punkte der neuen Mindestsicherung. Allein das Angebot an Deutschkursen ist nicht ausreichend, sagt Alma Zadic von JETZT (der früheren Liste Pilz) im Ö1-Morgenjournal.

Laut Zadic wurden sogar 60 Prozent der Deutschkurse vom AMS gestrichen und beim Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) sei unklar, welche Kurse es überhaupt noch gibt, so Zadic auf Ö1.  

Gegenüber dem KURIER korrigierte eine Sprecherin des ÖIF inzwischen die Behauptung von Zadic, es sei unklar, welche Kurse es gäbe. In 28 Projekten würden derzeit etwa 20.000 Deutschkursplätze zur Verfügung gestellt, die bis Ende März 2019 laufen würden. Etwa 20.000 weitere Plätze würden ab Jänner zur Verfügung gestellt. Welche Zielgruppen und Sprachniveaus gefördert würden, gehe aus der Ausschreibung und den Förderrichtlinien des ÖIF "klar hervor".

Zadic kritisiert angebotenes Sprachniveau

Am ehesten fände man noch Deutschkurse auf dem Niveau A1, aber nicht das erforderliche B1, sagt Zadic weiter auf Ö1. Bei B1 wird verlangt, dass man Alltagsgespräche führen kann, an Diskussionen seine Meinung äußern kann und behördliche Mitteilungen und Briefe versteht. „Die Sprache ist der Schlüssel für die Integration,“ sagt Zadic. Sie fordert eine Aufstockung der Mittel durch die Regierung.

Erich Fenninger (Volkshilfe) zur Mindestsicherung