Medienanwalt Peter Zöchbauer mit 59 Jahren verstorben

Der Jurist starb aufgrund eines medizinischen Notfalls. Er vertrat große Unternehmen in aufsehenerregenden Fällen.
WIEN: VERHANDLUNG FLORIAN KLENK GEGEN FELIX BAUMGARTNER WEGEN PARAGRAF 6 MEDIENGESETZ: ZÖCHBAUER

Der bekannte Medienanwalt Peter Zöchbauer ist am Montag aufgrund eines medizinischen Notfalls im Alter von 59 Jahren gestorben. Das berichtete Die Presse und wurde der APA von der Anwaltskanzlei Zöchbauer am Dienstag bestätigt. Er vertrat in den vergangenen Jahren u.a. Bundespolizeidirektor Michael Takács, den Glücksspielkonzern Novomatic, die Mediengruppe Österreich (heute: oe24 Media Group) und die Signa-Gruppe in aufsehenerregenden Fällen.

"Peter Zöchbauer war nicht nur ein herausragender Jurist und einer der führenden Medienrechtsexperten Österreichs, sondern vor allem ein Mensch mit Haltung und Herz", heißt es in seinem von der Kanzlei verbreiteten Nachruf. Er sei für die Freiheit des Menschen und zugleich für die persönliche Verantwortung jedes Einzelnen für sein Handeln und seine Worte gestanden. Speziell der Schutz von Persönlichkeitsrechten im Spannungsfeld zur Pressefreiheit sei ihm ein zentrales Anliegen gewesen, dem er sich mit Nachdruck und Überzeugung gewidmet habe.

Seit 1996 als Anwalt tätig

Zöchbauer, geboren am 19. November 1966 in St. Pölten, war seit 1996 als Rechtsanwalt in Wien tätig. Ab 2002 trat er als Partner von Berger Saurer Zöchbauer Rechtsanwälte in Erscheinung, seit 2010 mit der von ihm gegründeten Kanzlei Zöchbauer Rechtsanwälte. Er betätigte sich auch seit 2003 als Mitherausgeber der Fachzeitschrift "Medien und Recht" und seit 2005 als Lehrbeauftragter am Universitätslehrgang für Informationsrecht und Medienrecht.

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