SPITZENGESPRÄCH DER SOZIALPARTNER UND DER REGIERUNG "OFFENSIVE: ARBEITSMARKT"

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Politik Inland
01/26/2022

Lockdown: Sozialpartner nicht ganz zufrieden

WKÖ, ÖGB, AK und LK gegen "überfallsartige Verkürzung der Gültigkeitsdauer des Grünen Passe auf sechs Monate".

Das Ende des Lockdowns für Ungeimpfte mit kommenden Montag stößt bei den Sozialpartnern auf einhellige Zustimmung, sie wünschen sich aber mehr. "Dieser Schritt ist aber bei weitem noch nicht ausreichend", heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme. Sie fordern, dass die 2G-Verpflichtung im Handel und bei den körpernahen Dienstleistern sowie die Kontrollen durch die Mitarbeiter in den Betrieben ebenfalls mit Montag fällt.

"Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind massiven Anfeindungen ausgesetzt, viele gehen mit Angst in die Arbeit", warnen die Sozialpartner. Weiters fordern sie eine Verlängerung der Sperrstunde in der Gastronomie auf 24 Uhr.

Parallel dazu lehnen die Präsidenten von WKÖ, ÖGB und Landwirtschaftskammer sowie die Präsidentin der AK eine "überfallsartige Verkürzung der Gültigkeitsdauer des Grünen Passe auf sechs Monate ab". Es brauche mehr Informationen, damit die Impfungen zeitgerecht verabreicht werden könnten. Mit Blick auf die Semesterferien und den Tourismus plädieren sie für eine Verschiebung dieser Maßnahme auf 1. März 2022.

"Was wir in der aktuellen Corona Situation brauchen, ist Augenmaß, eine Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen und praxisnahe Lösungen für die Betriebe und auch deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Kundinnen und Kunden", so die Sozialpartner-Spitzen zur APA.

Der Bundesobmann der Freiheitlichen Wirtschaft Matthias Krenn begrüßt ebenfalls das Ende des Lockdowns für Ungeimpfte. "Damit sind aber auch alle anderen Ausgrenzungen Ungeimpfter - etwa vom Handel oder der Inanspruchnahme Körpernaher Dienstleistungen - umgehend zu beenden", fordert er in einer Aussendung. Das Corona-Management der Bundesregierung sei kläglich gescheitert, jetzt gehe es darum, den Schaden zu begrenzen.

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