Liste "Atid" und Oskar Deutsch gewinnen Kultusratswahl

Oskar Deutsch, Präsident der Israelitischen Kultus…
Foto: KURIER/Gerhard Deutsch Oskar Deutsch.

Die Liste des amtierenden IKG-Präsidenten Oskar Deutsch legte um ein Mandat zu. Die Liste der "Bucharischen Juden" folgt auf Rang zwei.

Die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) hat ihren neuen Kultusrat gewählt. Dabei ist die Liste „Atid“ des amtierenden IKG-Präsidenten, Oskar Deutsch, als Siegerin hervorgegangen. „Atid“ konnte  um ein Mandat zulegen und verfügt jetzt im 24-köpfigen Gremium acht Sitze. „Das ist eine Bestätigung des Kurses von Oskar Deutsch. Er kämpft auch für eine Einheitsgemeinde der Juden“,   betont ein Mitglied der Kultusgemeinde. Die Reaktion vieler Juden und Nicht-Juden ist eindeutig. "Deutsch ist es gelungen, die Gemeinde zu öffnen und das Judentum stärker in Österreich zu verankern."

Sieben Listen vertreten

Platz Nummer 2 errang die Liste der „Bucharischen Juden“ (VBJ-Sefardim) mit sechs Mandaten. Den 3. Platz nimmt  die Liste „Chaj-Jüdisches Leben“ ein.  Die Liste des nunmehrigen ÖVP-Abgeordneten Martin Engelberg verlor ein Mandat und verfügt nun über zwei Vertreter im Kultusrat.

Insgesamt sind sieben Listen – von liberal bis orthodox –  im Gremium der IKG vertreten. Die Wahlen in der Israelitischen Kultusgemeinde finden alle fünf Jahre statt.

Vorhaben von Deutsch

Deutsch wird in den nächsten Tagen Koalitionsgespräche mit den anderen Listen führen. Danach gibt es die Wahl des Präsidenten und des Vizepräsidenten sowie der Kommissionen. Oskar Deutsch wird erneut für das Amt des Präsidenten antreten. An seiner Wiederwahl wird nicht gezweifelt. Für seine zweite Amtszeit nimmt er sich viel vor: Das Thema "Sicherheit der Gemeindemitglieder in Zeiten des Terrors" ist für ihn oberste Priorität, "Ich möchte den Gemeindemitgliedern größtmögliche Sicherheit geben", betont er gegenüber dem KURIER. Auch soziale Anliegen sind ihm sehr wichtig: "Kein Gemeindemitglied darf im Winter frieren oder hungern." Eine Aufgabe sieht Deutsch auch in der Förderrung von Kindern und Jugendlichen. Der IKG-Präsident plant weitere Investitionen in jüdische Schulen sowie in Jugend- und Sportorganisationen.

(kurier) Erstellt am
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