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Politik Inland
03/25/2021

Kritik an Doskozils Krisenmanagement im Burgenland

Oppositionsparteien verwundert über Meinungsumschwung. ÖVP und Grüne begrüßen Lockdown, FPÖ ist verärgert.

Die burgenländischen Oppositionsparteien haben am Donnerstag das Krisenmanagement von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) in der Coronakrise kritisiert. Obwohl er sich in den vergangenen Tagen mehrmals für kontrollierte Öffnungen starkgemacht habe, habe er sich am Mittwochabend doch für einen Lockdown in Ost-Österreich über Ostern ausgesprochen. Die Parteien sehen darin einen "Zick-Zack-Kurs". Während ÖVP und Grüne den Lockdown begrüßen, zeigte sich die FPÖ verärgert.

ÖVP-Klubobmann Markus Ulram kritisierte in einer Aussendung, dass Doskozil mit seinen Öffnungsideen die Situation verharmlost habe. Nun müsse er "kleinlaut eingestehen, dass er in dieser Situation wiederholt den falschen Weg einschlagen wollte", betonte Ulram. Die Lage in den Spitälern sei alarmierend. "Doskozil sagt, was die Leute gerne hören würden, aber er sagt nicht die Wahrheit. Damit handelt er sorglos und verantwortungslos", meinte der Klubobmann.

Grüne: "Einsicht kam spät, aber sie kam"

Ähnlich sieht das Grünen-Klubchefin Regina Petrik. "Doskozils Einsicht kam spät, aber sie kam wenigstens", betonte sie. Die Landesregierung habe den Menschen "vorgemacht, dass Öffnungen das Pandemiegeschehen nicht negativ beeinflussen würden". Jetzt sei es aber höchste Zeit, Maßnahmen zu setzen, so Petrik, die damit rechnet, dass der Lockdown nach Ostern verlängert wird.

FPÖ: "Lockdown mitzuverantworten ist grotesk"

Auch FPÖ-Klubobmann Johann Tschürtz kritisierte Doskozils Meinungsschwenk: "Er platzierte sich als Hardliner und Mann des Volkes. Dass er nun einen neuerlichen Lockdown mitverantwortet, ist grotesk." Anders als ÖVP und Grüne sieht er die Maßnahmen aber nicht positiv. Diese seien für die Bevölkerung "nicht tragbar". Anstatt die Burgenländer "einzusperren", sei er für die Schließung der Grenzen zu den Nachbarländern und ein generelles Einreiseverbot, sagte Tschürtz.

Doskozil hatte seinen Meinungsumschwung am Mittwoch damit begründet, dass die Experten vor einer weiteren Verschärfung der Coronalage gewarnt hätten. "Das Narrativ ist ganz einfach: Wir laufen Gefahr, dass die Intensivkapazitäten zu Ende gehen", betonte er.

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