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Politik Inland
05/11/2021

Kocher: Arbeitsmarkt bis 2023 wieder auf Vorkrisenniveau bringen

Laut Wifo-Prognose dauert es bis 2025, bis Österreichs Arbeitsmarkt sich vollständig von der Krise erholt hat.

Der Arbeitsmarkt erholt sich nur schleppend. Laut Schätzungen des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) dürfte in Österreich erst 2025 die Arbeitslosenrate wieder auf Vorkrisenniveau sein.

Arbeitsminister Martin Kocher und Finanzminister Gernot Blümel (beide ÖVP) gaben Dienstagvormittag Auskunft, wie es aktuell um die Arbeitsmarktzahlen sowie die Zahlen zur Kurzarbeit bestellt ist.

Blümel erfreut

Positiv seien die Anzeichen, meinte Blümel. Die nationale Konjunktur verbessere sich "eindeutig", der Vorquartalswert entwickle sich im Vergleich zu anderen EU-Staaten wie Deutschland positiv. "Die Stimmung in der Wirtschaft wird generell besser", sagte Blümel in Bezug auf das Konjunkturklima-Barometer des Wifo. Besonders positiv sei die Bauwirtschaft gestimmt.

Dass Österreich von der Ratingagentur Fitch wiederholt den "AA+"-Status verliehen bekam, freut Blümel. So könne man weiterhin "sehr günstig Kredite" aufnehmen.

Nun soll es bergauf gehen: "Das Comeback nach der Krise wollen wir mit einem Turbo versehen." Das Feedback aus Brüssel zum eingereichten Comeback-Plan im Rahmen des EU-Wiederaufbaufonds sei "positiv", man habe rechtzeitig alles eingemeldet und als "eines von zirka zwölf Ländern" bereits alles abgegeben. "Das freut uns, das war ein schönes Stück Arbeit", sagte Blümel.

Nach wie vor "große Schwierigkeiten"

Der Arbeitsmarkt erhole sich langsam, aber sicher, sagte Kocher. Aktuell seien 341.000 Menschen in Österreich als arbeitslos gemeldet. Das seien 5.000 weniger, als im Vergleich zur Vorwoche. 77.000 Menschen sind derzeit für Schulungen oder Weiterbildungen beim AMS gemeldet. "Im Vergleich zu 2019 sind wir um zirka 50.000 Personen über der Arbeitslosigkeit von vor der Krise", so Kocher.

In gewissen Bereichen des Arbeitsmarkt gebe es immer noch "große Schwierigkeiten". Für Phase 4 der Kurzarbeit seien immerhin 300.000 Personen vorgemeldet.

Corona-Joboffensive: Positive Zwischenbilanz

Öffnungen und Impfungen sollen Entspannungen bringen, vor allem in Tourismus, Gastronomie und im Veranstaltungswesen. Rund 150.000 Personen sollten so wieder in Arbeit kommen.

Bei der Corona-Jobinitiative - 100.000 Personen sollen im Rahmen von Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen gefördert werden - zog Kocher eine "erste Zwischenbilanz". Mit Start Spätherbst 2020 hätten 77.000 Personen im Rahmen der Jobinitiative an Schulungen teilgenommen haben. Der Frauenanteil liege bei 55 Prozent. 7.000 Plätze seien in den Pflegestiftungen noch frei. Kocher endete mit einer Ansage: Nicht erst 2025, bereits bis 2023 möchte man den Arbeitsmarkt wieder auf Vorkrisenniveau bringen, so Kochers Ansage.

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