Im Fall des Falles: Was braucht ein krisenfester Haushalt?

Im Fall des Falles: Was braucht ein krisenfester Haushalt?
Was der Zivilschutzverband als zentrale Anlaufstelle für Krisenvorsorge und Selbstschutz empfiehlt.

Jedes Krisenszenario lässt sich besser bewältigen, wenn die Haushalte entsprechend vorbereitet sind, heißt es seitens des Zivilschutzverbandes Österreich. Bei einem Blackout, radioaktivem Fallout oder gar einem Lawinenabgang bleibe das Basisrezept zur Krisenvorsorge immer gleich: Überlegen Sie, welche Szenarien Sie betreffen können und legen Sie entsprechende Vorräte an.

Besprechen Sie Ihre Pläne mit Ihrem Haushalt und Ihrem Umfeld und überprüfen Sie regelmäßig Ihren Haushalt.

Der Zivilschutzverband empfiehlt bei Planungen von mindestens zehn bis vierzehn Tagen auszugehen.

Aber was sollte stets daheim verfügbar sein? Der Zivilschutzverband listet auf:

  • Wasservorrat
  • Haltbare Lebensmittel
  • Batterie- oder Kurbelradio
  • Lichtquellen (z.B. LEDs) und Batterien
  • Medikamente (insbesondere Dauermedikation)
  • Stromunabhängige Kochmöglichkeit
  • Bargeld (kleine Scheine & Münzen)

In Notfallszenarien ist es ein Grundbedürfnis, zu wissen, ob die Liebsten unversehrt sind oder in Sicherheit gebracht werden müssen. Da etwa bei einem Blackout auch Internet und Handys lahmgelegt sind, werden Familien-Notfallpläne empfohlen, also: Alle im Haushalt sollten wissen, wie man zueinanderfindet, etwa über vereinbarte Notfallsammelpunkte.

Um informiert zu bleiben, benötigt man verlässliche Informationskanäle. So sendet auch der ORF in Krisensituationen und informiert über aktuelle Entwicklungen. Zum Empfangen wird das erwähnte Notfall-Radio benötigt, das auch unabhängig vom Stromnetz (mit Batterien oder Kurbelantrieb) einsatzfähig sein soll. Schwieriger ist die Frage, was tun, wenn die Heizung ausfällt – natürlich gibt es da diverse Alternativen zum Heizen, die aber jedenfalls gut überwacht werden müssen, weil Feuerwehren im Katastrophenfall sicher weniger zuverlässig kommen können.

Zuletzt soll noch daran gedacht werden, dass ausreichend Müllsäcke vorhanden sind, problematisch wäre im Ernstfall auch die Unterbrechung der leitungsgebundenen Wasserversorgung – die freilich auch die Toilettenspülung lahmlegt. Als einfachste und unkomplizierteste Methode gelten Not-Toilettenbeutel.

Auf den Webseiten des Zivilschutzverbandes werden zahlreiche Ratgeber und Checklists zum Download angeboten:

Sirenensignale
Blackout-Ratgeber
Bevorratungs-Ratgeber
Vorrats-Checkliste
Brandschutz-Ratgeber
Checkliste Haushalts-Apotheke
Erdbeben-Ratgeber
Ratgeber Hochwasser
Ratgeber Nach der Flut - Was nun?
Ratgeber wetterbedingte Naturgefahren
Ratgeber bei nuklearen und radiologischen Notfällen

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