++ ARCHIVBILD ++ RÜCKTRITT STRACHE UND GUDENUS

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Politik Inland
12/05/2019

Ibiza-Affäre: Fotos und Video von Lockvogel aufgetaucht

Welche Rolle spielte die Wiener Maklerin Irena M.? Sie soll die einzigen Fotos von der vermeintlichen Oligarchin gemacht haben.

Von jenem Lockvogel, der Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und Ex-FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus in die Ibiza-Falle gelockt hat, tauchten gestern plötzlich Fotos und ein Video in österreichischen Medien auf. Gemacht wurden sie ausgerechnet von jener Wiener Maklerin und Luxus-Clubbing-Veranstalterin, die im Jänner 2017 den Kontakt zwischen Gudenus und dem Lockvogel, der als russische Oligarchin aufgetreten ist, hergestellt haben soll.

Die gebürtige Serbin Irena M. ging erst vor kurzem in einem Interview auf Puls24 an die Öffentlichkeit. Dort schilderte sie, wie es zur Kontaktaufnahme mit dem in der Causa involvierten Anwalt M. und der vermeintlichen Oligarchin gekommen war. "Für mich sah das eigentlich ganz unbedenklich aus", es wäre ihr nichts aufgefallen, sagte die Maklerin. Der Lockvogel habe "ein perfektes Auftreten" gehabt, sehr gut Englisch und Russisch gesprochen und es wäre ihr nie in den Sinn gekommen, dass es sich um eine Falle handelt.

Am Donnerstag berichteten oe24.at und eu-infothek.at, dass die Immobilien-Maklerin wochenlang verschwiegen hat, dass sie Bilder des Lockvogels am Handy hat. Aufgeflogen soll das durch Zufall sein: Irena M. hat sich den Berichten zufolge Mitte September in ihrem Penthouse in einem 5-Sterne-Hotel an der Wiener Ringstraße mit ihrem Noch-Ehemann, dem Multi-Millionär W., so heftig gestritten, dass es zu einem Polizeieinsatz kam. Beide Ehepartner wurden am 14. September getrennt voneinander von Ermittlern des Bundeskriminalamts befragt.

Mit seiner Aussage belastete W. dabei seine 30-jährige Noch-Ehefrau schwer: Sie hätte einen geheimen Provisionsvertrag mit Tajana Gudenus abgeschlossen, falls die falsche Oligarchin ein Grundstück bei deren Ehemann kaufen würde. Bei der Besichtigung der zum Verkauf stehenden Gudenus-Grundstücke soll sie dann geheim ein Video von der falschen Oligarchin gemacht haben. Aber nicht, weil ihr etwas verdächtig vorkam, sondern um nicht um die Provision des Geschäftes umzufallen, also als Beweis, dass sie vermittelt hat.

"Meine Frau kennt alle diese Personen. Den Detektiv H., den Anwalt M., den Joschi, dessen Frau. Sie kennt auch die Lebensgefährtin des Anwalts sehr gut. Irena war der Dreh- und Angelpunkt, sie war die Schnittstelle zwischen den Personen", wird der Geschäftsmann zitiert. Er soll den Kriminalisten zudem verraten haben, dass Irina M. mit drei FPÖlern sehr eng gewesen sein soll.

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