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Politik | Inland
07/14/2019

Fünf Thesen zur SPÖ: Wie Rendi die Roten retten kann

Zum ersten Mal in der Zweiten Republik spielt die SPÖ bei der Kanzlerfrage keine Rolle. Warum eigentlich?

Es ist eine Premiere, die aus Sicht der SPÖ ebenso ungewohnt wie unerfreulich ist: Zum ersten Mal seit 1945 dürfte sie im Kampf um Platz 1 keine Rolle spielen – und damit wohl auch nicht im Kampf ums Kanzleramt.

Woran liegt das? Eine Analyse.

1 - Die Bundesvorsitzende ist das größte Plus

Pamela Rendi-Wagner gehört zu den großen Pluspunkten der SPÖ: Sie ist im persönlichen Umgang gewinnend, wirkt modern und ist eine Selfmade-Woman. Sie hat ein Studium absolviert, als Wissenschafterin Karriere gemacht, ist durch eigene Leistung aufgestiegen. Und sie griff unerschrocken zu, als ihr die SPÖ-Spitze angeboten wurde.

Rendi-Wagners Problem: die Wahl kam viel zu früh. Ihr fehlt die Zeit, die SPÖ nach ihrer Façon umzukrempeln. Genauso wie ihr die Zeit fehlt, politische Erfahrung zu sammeln – und damit ihr größtes Manko auszubessern. Daher wirkt die SPÖ-Chefin mitunter übercoacht und unsicher. Die SPÖ würde aber einen schweren Fehler begehen, Rendi-Wagner vorschnell abzumontieren.