Strache zeigt sich vom Kanzler enttäuscht.

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Politik | Inland
05/24/2019

FPÖ-nahe Vereine geprüft: Keine Geldflüsse zur Partei gefunden

Wirtschaftsprüfer fanden bei zwei untersuchten Vereinen größere Geldsummen, aber keine Eingänge der im "Ibiza-Video" genannten Personen.

Wirtschaftsprüfer haben die FPÖ-nahen Vereine "Austria in Motion" und "Wirtschaft für Österreich", die im Zusammenhang mit der "Ibiza-Affäre" ins mediale Interesse gerückt sind, auf deren Verlangen hin überprüft. Die Gutachter fanden laut der der APA vorliegenden Kurzzusammenfassung ("Executive Summary") seit deren Gründung keine Geldflüsse an die Freiheitlichen oder an eine Vorfeldorganisation.

341.274,62 Euro und 119.037,46 Euro auf Konten

Der zurückgetretene FP-Chef Heinz-Christian Strache hatte in dem 2017 heimlich mitgeschnittenen Video erzählt, dass Immobilieninvestor Rene Benko, Heidi Goëss-Horten, Gaston Glock und der Glücksspielkonzern Novomatic über einen gemeinnützigen Verein Geld verdeckt an die FPÖ spendeten. In den Verdacht gerieten daraufhin die von Personen aus dem Parteiumfeld aufgebauten Vereine "Austria in Motion" und "Wirtschaft für Österreich". Ersterer hat laut dem Kurzbericht per 24.05.2019 341.274,62 Euro am Konto, was laut Wirtschaftsprüfern den eingegangenen Spenden entspricht. Bei "Wirtschaft in Österreich" lag der Saldo des Bankkontos per 23.05.2019 bei 119.037,46 Euro.

Die Wirtschaftsprüfer stießen dem Bericht zufolge auf keine Eingänge der im Ibiza-Video genannten Personen und Firmen. Wer dem Verein gespendet hat, geht aus den Kurzzusammenfassungen aber auch nicht hervor.

In beiden Fällen hätten die jeweiligen Banken der Vereine zudem bestätigt, dass keine weiteren Bankkonten, weder im In- noch im Ausland, existierten - und zwar seit deren Bestehen, heißt es in dem Bericht. Zudem hätten die Banken erklärt, dass darüber hinaus keine Sparbücher, Depots, Garantien, Haftungen etc. weder zugunsten noch zulasten der Vereine bestehen oder bestanden.

Auch bei den Abgängen von den Vereinskonten fanden die Wirtschaftsprüfer keine Auffälligkeiten. Sämtliche Abgänge seien als Sach- und Personalaufwand oder als Ausgaben zur "Erfüllung des Vereinszweckes" zu qualifizieren gewesen.