Efgani Dönmez musste sich im Netz viele Witze über den "wilden" Abgeordneten anhören.

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Politik Inland
07/06/2019

Dönmez: Staatsanwalt ermittelt wegen gefährlicher Drohung

Messer-Einsatz des Abgeordneten könnte juristisches Nachspiel haben. Nächste Woche wird über weitere Ermittlungen entschieden.

Die Linzer Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen den Nationalratsabgeordneten Efgani Dönmez wegen gefährlicher Drohung eingeleitet. Gegenstand der Prüfung sei der Griff des Politikers zu einem Klappmesser im Streit mit einem 23-Jährigen. Einen Bericht der Oberösterreichischen Nachrichten bestätigte Sprecher Philip Christl.

Dönmez war zunächst Bundesrat für die Grünen, dann Nationalratsabgeordneter für die ÖVP und ist nun fraktionslos.

Beschuldigter

"Er ist als Beschuldigter erfasst mit 'Gefährlicher Drohung' als Arbeitstitel", erklärte Christl. Nächste Woche nach Eintreffen des abschließenden Polizeiberichtes werde geprüft, ob diese Ermittlungen weitergeführt werden.

Dann werde sich auch herausstellen, ob es nötig sei, die Aufhebung der Immunität des Abgeordneten zu beantragen. Dies wäre eigentlich nur dann gegeben, wenn die Tat im Zuge der politischen Tätigkeit begangen worden wäre.

Vorfall am Sonntagabend

Dönmez ist vergangenen Sonntagabend in Linz bei einer Auseinandersetzung verletzt worden. Er hatte im Streit mit einem 23-Jährigen ein Klappmesser gezogen, woraufhin dieser zur Verteidigung zu einem Schirm griff und Dönmez damit attackierte.

Grund der Auseinandersetzung sei gewesen, dass der Tschetschene die elfjährige Tochter des Politikers angespuckt hätte. Der Abgeordnete war bei der Attacke am rechten Arm und am kleinen Finger verletzt worden und musste zur ambulanten Behandlung ins Spital.